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Bangkok – eine lebendige Stadt zwischen Träumen und Kultur

Es ist erstaunlich, wie ermüdend ein 12-stündiger Flug sein kann. Doch kaum aus der Maschine gestiegen, thailändischen Boden betreten, verfliegt die Müdigkeit und die Neugier auf das Land, auf die Menschen und auf die andere, neue Welt der Kultur steigt.

Unser Ziel in Thailand war die Hauptstadt selbst. Noch jung, hieß es oft Thailand hier, Thailand da. Gut wir brauchten ein paar Jahre länger, um uns vom Fieber Thailand anstecken zu lassen. Karibisches Flair unter der Sonne Thailands, malerische Buchten und Strand-und Surfurlaub, wie der Süden Thailands es anbietet, reizten uns nur im begrenzten Maße. Es ist die Kultur, es sind die Paläste, es ist das scheinbar rastlose und doch voller Anmut getragene Leben Thailands, welche zu dem Entschluss führten, nach Bangkok zu fliegen.

Für alle sei gesagt, eine umfangreiche Information über „Was man denn in Bangkok erleben möchte.“, ist auf jeden Fall ratsam. Mit einem Stadtplan, die Wege gedanklich mal entlang fahren, wird auf Garantie mit Orientierung vor Ort belohnt. Bangkok wird als „Venedig des Ostens“ bezeichnet, doch ist die Stadt so rein gar nicht europäisch und um ein Vielfaches größer.

Wir wählten ein Hotel, welches sich zentral zum Zentrum, zu den Geschäftsvierteln mit Messegelände und zum Flughafen lag. Schon in der Lobby erwartete uns eine grenzenlose Weitläufigkeit, welche sich auf dem eigenem Zimmer weiter fortsetzte. Teils asiatisch, zum Beispiel in der Piano Bar oder den Cafés, teils europäisch angehaucht, imponiert das All Seasons Gold Orchid mit zahlreichen Arrangements, im Sport-, Wellness-und Fitnessbereich. Selbst der Pool gleicht einer Oase voller asiatischer Sinnlichkeit.

Eine Sightseeing-Tour vom Reiseveranstalter machte deutlich, wie reich Bangkok an kulturellen Highlights und weltberühmten Schätzen ist. Die Tour führte vorbei an dem Grand Palace, dem Wat Phra Kaeo, dem Wat Pho, entlang des Chao Phraya Rivers und durch Chinatown. Die etwa 3 stündige Führung mit vielen kleineren Stops für Fototermine mit den Außenanlagen der Paläste und Buddhastatuen ist zwar durchaus lehrreich, doch regte sie eher an, das Historische Zentrum und Chinatown auf eigene Faust zu erkunden. Aus dem Reiseführer entnahmen wir die Verhaltensregeln für die Tempelanlagen und dem Umgang mit den Mönchen. Ich denke, dass allein der Respekt vor der für uns unbekannten Kultur es verlangt, darauf zu achten, wann die Schuhe gewechselt werden, woran man erkennt, wann und wo man überhaupt fotografieren darf. Bedecktheit in der Kleidung sehen wir als Selbstverständlichkeit.

Indischer Tempel in Bangkok

Indischer Tempel in Bangkok ©TK

Wir wählten nach einigen Subway Station eine Busstation zwischen Chinatown und dem historischen Zentrum. Man gab uns den Tipp, entlang des Chao Phrayo River zu laufen, dann würden wir die wichtigsten Kloster, Tempel und Sehenswertes Bangkok zu sehen bekommen. Zwischen den vielen Brücken ist es der Stadtteil Thonburi, welcher dem „Venedig des Ostens“ alle Ehre macht. An verschiedenen Anlegestellen, unter anderem am Fuße des Gran Palace und beim Orienthotel säumen die berühmten „schwimmenden Märkte“ die Uferzone und handeln mit allem, was die Einmannboote fassen können. Tausende Pfahlbauten im Stadtteil Thonburi feilschen um diese Ware.

In Richtung historisches Zentrum entdeckt man links und rechts des Flussufers Tempel, Buddha, Kloster und Königspaläste. Zu den Bekanntesten gehören der Tempel der Morgendämmerung (Wat Arun), der Tempel des Goldenen Buddhas (Wat Traimit) sowie der Marmortempel (Wat Benchama Bophit). Später erfahren wir, dass innerhalb der Stadtgrenze es über 300 Tempel und Schreine gibt. Als wichtigstes Wahrzeichen der Stadt gelten der Grand Palace und Wat Phra Kaeo. Die dort befindliche Buddha-Statue aus Smaragd ist der meistverehrte Buddha in ganz Thailand. Genau gegenüber befindet sich der Glockentempel, dessen Geläut man jeden Morgen hört. Von diesen vielen Eindrücken schon fast überwältigt, begeisterte uns das Innere diesesTempels. Eine unbeschreibliche Wandmalerei aus dem erst 18. Jahrhundert beschreibt die „Drei Welten“ des buddhistischen Kosmos.

Noch lange nach der Rückfahrt zum Hotel wirkte dieses wunderbare Viertel nach und noch in den späten Abendstunden beschlossen wir, ganz ohne Fotomotivjagd dieses Viertel am Ende des Urlaubs noch einmal aufzusuchen. Wir wurden im Lak Muang, dem Tempel der Schutzgeister belohnt. Erst nach den Erlebnissen und sich mit den thailändischen Leben und deren Geschichte auseinander gesetzt, lauschten und verstanden wir die Klänge des klassischen Thai-Tanzes in der Tempelanlage.

Wir empfehlen auch einen Tag im Modernen Zentrum, Siam City, zu verbringen. Mit der Skytrain sind Siams Square und das World Trade Center schnell erreicht. Übrigens ganz Thailand in Miniatur in Ancient City vervollständigt den Urlaub in Bangkok.

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