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Chanthaburi

Die Gartenprovinz lockt Badeurlauber und Ruhesuchende mit einsamen Stränden und exotischen Inseln an. In Chanthaburi laden die größte katholische Kathedrale und buddhistische Tempelanlagen zu einem Besuch ein. Kulturinteressierte finden geschichtsträchtige Bauten aus der Kolonialzeit, die größte Kathedrale des Landes ebenso wie wundervolle buddhistische Tempelanlagen. Die Provinz stellt ein Eldorado für Wassersportler, Wanderer und Radfahrer dar. Naturliebhaber schätzen die artenreichen Nationalparks, welche auf Dschungelpfaden erkundet werden können.

Lage:

Chanthaburi liegt im Osten der Zentralregion des Landes. Die gleichnamige Provinzhauptstadt liegt rund 250 Kilometer im Osten von Bangkok. Im Osten grenzt Chanthaburi an Kambodscha und Trat, südlich bildet der Golf von Thailand die natürliche Grenze.

Geografie:

Die Küstenlandschaft ist von üppigen Ebenen geprägt, während der Nordosten vom Kardamom Gebirge dominiert wird.

Klima:

In Chanthaburi herrscht tropisch-monsunales Klima.

Name:

Der Name Chanthaburi bedeutet übersetzt Mondstadt. Im Volksmund ist auch die Bezeichnung Mueang Chan weit verbreitet.

Wirtschaft:

Knapp 50 Prozent der Provinz wird landwirtschaftlich genutzt. Rund ein Drittel Chanthaburis ist von tropischem Regenwald bedeckt. Die Region zählt zu den bekanntesten Abbaugebieten von Rubinen und roten Saphiren. In den Städten haben sich unzählige Edelschleifer niedergelassen.

Chanthaburi

Chanthaburi @iStockphoto/Manit321

Geschichte:

Die Provinzhauptstadt wurde im 9. Jahrhundert gegründet. Seit dem 14. Jahrhundert ist Chanthaburi ein bedeutender Handelsplatz, der mit einem Seehafen aufwartet.

Bevölkerung:

In der Provinz leben großteils Thai und aus Kambodscha stammende Khmer. Während des 19. und 20. Jahrhunderts wanderten zahlreiche Vietnamesen ein.

Sehenswürdigkeiten in der Provinzhauptstadt:

Bei einem Stadtrundgang können Touristen nicht nur sakrale und kulturelle Sehenswürdigkeiten bewundern, sondern auch einen Spaziergang entlang der Uferpromenade unternehmen. Im Herzen der Provinzhauptstadt befindet sich ein kleiner See. In der Edelsteinhauptstadt des Landes laden Edelsteinschleifereien zu einem Besuch ein. Schnäppchenjäger können hier preisgünstige Saphire und Rubine erwerben. Chanthaburi birgt wundervolle chinesische Schreine und Tempelanlagen. Abseits der Hauptstraßen gilt es historische Holzhäuser mit detailreichen Fassadenschnitzereien zu bewundern. Die geschichtsträchtigen Steinhäuser zeugen noch heute von der Kolonialmacht Frankreich.

Katholische Viertel:

Als die Franzosen Chantaburi kolonialisierten, wurde das Christentum oftmals gewaltsam verbreitet. Auch heute noch ist die Christengemeinde in Chantaburi groß. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten des katholischen Viertels zählt die Kathedrale Notre Dame, welche im Jahre 1880 von den Franzosen erbaut wurde. Das majestätische Gotteshaus war vor dem Zweiten Weltkrieg doppelt so hoch, jedoch führt die Kathedrale auch heute noch die Liste der höchsten christlichen Gebetsstätten in Thailand an. Die Kathedrale kann von der Altstadt aus über eine Fußgängerbrücke erreicht werden. An die Gebetsstätte grenzt das katholische Viertel mit dem großflächigen Friedhof. Die Gräber werden von weißen, einheitlichen Kreuzen aus Stein geschmückt.

Aksin Maharat Schrein:

Der Schrein wurde zu Ehren des einstigen Königs Taksin errichtet und kann in der Straße Tha Luang besichtigt werden.

Taksin Maharat Denkmal:

Auch dieses Denkmal ehrt König Taksin, der Thailand 1767 einigte. Das Taksin Maharat Denkmal wurde inmitten einer wundervoll gepflegten Gartenanlage errichtet. Die Schatten spendenden Bäume laden zu einem Picknick mit ein. Inmitten des Parks befindet sich ein kleiner See.

Si Chan Road:

Die bedeutende Handelsstraße für Edelsteine ist auch unter der Bezeichnung Gems-Street bekannt. Das wirtschaftliche Zentrum Chanthaburis ist vor allem am Wochenende einen Besuch wert, da hier sowohl einheimische als auch ausländische Edelsteinhändler die Si Chan Road aufsuchen und lautstarke Preisverhandlungen führen.

Wat Phai Lom:

Die Tempelanlage wurde zur Regierungszeit von Rama III errichtet. Die buddhistische Glaubensstätte liegt in der Si Chan Road. Die Wände der Tempelhalle sind mit kunstvollen Wandmalereien geschmückt. Gläubige und Touristen finden im Inneren des Tempels Szenen aus dem Leben Buddhas, detailreiche chinesische Blumenmuster ebenso wie wundervolle Illustrationen. Das vom französischen Baustil geprägte Nebengebäude wartet mit einer breit gefächerten, künstlerischen ebenso wie kulturellen Vielfalt auf.

Reiterstatue:

Die im Jahre 1893 errichtete Reiterstatue, welche König Taksin darstellt, kann im Erholungspark nahe der Tha Luang Riad bewundert werden.

Lak Mueang:

Die im Jahre 1981 errichtete Stadtsäule befindet sich vis-a-vis der Stadtbibliothek.

Wat Thong Thua:

Zu den Highlights der weitläufigen Temeplanlage zählen ein im Stil der Khmer errichtetes, historisches Bauwerk, mehrere Ruinen und liebevoll verzierte Türsäulen. Bei einem Rundgang
stechen auch die geschichtsträchtigen Türstürze und die Steine mit Inschriften ins Auge.
Einen Besuch wert ist die Ausgrabungsstätte Mueang Phaniat. Besonders interessant sind die Überreste der Jahrhunderte alten Grundmauern aus Laterit, die um das bedeutende Heiligtum der Khmer errichtet wurden.

Erntedankfest:

Ende Mai sind Einheimische und Touristen eingeladen, die Obsternte gemeinsam zu feiern. Händler verkaufen traditionell hergestelltes Kunsthandwerk, Schmuck und Meeresfrüchte.

Sehenswürdigkeiten außerhalb der Provinzhauptstadt:

Die Umgebung von Chanthaburi wartet mit einer Vielzahl an familienfreundlichen Ausflugszielen auf. Kulturinteressierte können eindrucksvolle Tempelanlagen besuchen, Naturfreunde finden eine Vielzahl an Nationalparks, Badeurlauber können an den tropischen Sandstränden entspannen, während sportlich Aktive die wundervolle Naturlandschaft beim Wandern oder Radfahren erkunden können.

Strände:

Ruhesuchende können am kleinen Strand Hat Ao Yang unter Schatten spendenden Bäumen entspannen. Vor Ort laden einfache Unterkünfte zur Übernachtung ein. Rund 30 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt liegen mehrere schöne Sandstrände fernab vom Massentourismus.

Edelsteinmine Khao Phloi Waen:

Im Norden der Provinzhauptstadt lädt die Edelsteinmine Khao Phloi Waen zur Besichtigung ein. Nicht weit von der Mine entfernt, zieht eine wundervolle Chedi die Blicke auf sich.

Chamsom Krokodilfarm:

Tierliebhaber können die verschiedensten Krokodilgattungen jeden Tag zwischen 8 und 18 Uhr beobachten. Die Krokodilfarm kann über den Sukhumvit Highway und eine Seitenstraße bei Kilometer 324 erreicht werden.

Tham Khao Wong:

Abenteurer sollten sich keinesfalls die Erkundung der eindrucksvollen Sandsteinhöhlen im Khao Chamao-Khao National Park entgehen lassen. Zu den Highlights zählen die grandiosen Stalagmiten und Stalaktiten. Die Tham Khao Wong Tropfsteinhöhlen liegen rund 40 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt und können über den Highway 3 und eine Abzweigung bei Kilometer 286 erreicht werden.

Radfahren:

Chantaburi wartet mit einer Vielzahl an beschilderten Radwegen auf. Freunde des Radsports können vor Ort organisierte Touren buchen. Im Preis sind nicht nur die geführten Fahrradausflüge, sondern auch das Equipment inkludiert.

Unterkunft:

Direkt am Golf von Thailand wurden mehrere kleine Resorts und einfache Bungalows errichtet. Die Unterkünfte in den Städten sind meist bescheiden und reichen bei Weitem nicht an den westlichen Standard heran.

Laem Sing:

Zu den Highlights des Löwen-Kaps zählt die berüchtigte Festung, welche das Gefängnis Khuk Khi Gai beherbergt. Laem Sing befindet sich rund 30 Kilometer im Süden von Chanthaburi. Die französische Kolonialmacht nutzte das geschichtsträchtige Gebäude aus Backsteinen als Gefängnis für jene, die sich der französischen Kolonialmacht in den Weg stellten. Einst wurden direkt über den Gefängnis Hühner gehalten, deren Exkremente in die Zellen der Gefangenen fielen. Die Anreise erfolgt über die Straße Sukhumvit, welche nach Trat führt. In unmittelbarer Nähe haben sich mehrere lokale Restaurants niedergelassen. Die Herzen von Groß und Klein werden bei einem Bootsausflug zu den beiden vorgelagerten Eilanden Ko Chula und Nom Sao höher schlagen. Besonders sehenswert sind die Ruinen auf dem Hügel Laem Sing. Die Festung diente den Franzosen einst dazu, den Schiffsverkehr am Fluss zu kontrollieren.
Ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie stellt der Besuch der Oasis Sea World dar. Zu den Attraktionen zählen die Delfin-Shows und auch die Schmetterlingsfarm erfreut sich großer Beliebtheit.