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Chiang Mai – Rose des Nordens

Thailand ist reich an einzigartigen Naturlandschaften, Kulturdenkmälern und wunderschönen, religionsgeschichtlich bedeutsamen Städten. Eine dieser beeindruckenden Orte ist die Stadt Chiang Mai.

Allgemeines/Geschichte Chiang Mai

Mit seinen inzwischen über 1,5 Millionen Einwohnern ist Chiang Mai die größte und kulturgeschichtlich gesehen bedeutendste Stadt Nordthailands und gleichzeitig zweitgrösste Stadt des Landes. Wegen ihrer landschaftlichen Schönheit wird die Region auch als „Rose des Nordens“ bezeichnet. Chiang Mai ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Chiang Mai. Sie liegt in einem ruhigen Tal des Ping-Flusses direkt am Fuß des Berges Doi Pui, der mit 1685 m Höhe die höchste Erhebung der Region ist. In wirtschaftlicher Hinsicht ist Chiang Mai das Zentrum des traditionellen, thailändischen Kunsthandwerkes. Vor allem die Holzverarbeitung, die Textilherstellung sowie die Herstellung von Jade-Schmuck bilden die Grundpfeiler ansässigen der Wirtschaft.

Das Klima in ganz Thailand und damit auch in Chiang Mai ist tropisch. Eigentlich herrschen das ganze Jahr über Temperaturen um 30 Grad Celsius! Das ist angenehm, vor allem wenn ab und zu vom Meer her der Wind über Thailand hinwegweht und für Abkühlung sorgt. Touristisch ist Chiang Mai hervorragend erschlossen. Der internationale Flughafen der Stadt befindet sich etwas außerhalb am Stadtrand.
Chiang Mai wurde im 13. Jahrhundert als Hauptstadt des Königreiches Lan Na gegründet, geriet im 16. Jahrhundert unter die Herrschaft Burmas und wurde erst 1775 Teil des Königreiches Thailand. Seinen Status als autonome Stadt verlor Chiang Mai erst 1932.

Sehenswürdigkeiten in Chiang Mai

Die Geschichte Thailands ist eng mit der Religion verknüpft. Davon zeugen auch die ca. 200 buddhistischen Tempelanlagen, von denen die meisten in der Altstadt liegen. Die Altstadt von Chiang Mai wird von einem viereckigen Kanal eingeschlossen, so dass man nur über eine der zahlreichen Brücken ins Altstadtviertel gelangt. Teilweise erhalten ist auch noch die Stadtmauer, die aus Ziegelsteinen besteht.

Taphae Gate in Chiang Mai

Taphae Gate in Chiang Mai ©TK

Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist sicher der Tempel Wat Chiang Man. Er stammt aus dem Jahr 1297 und ist der älteste Tempel von Chiang Mai. Die weitläufige Anlage ist ein Ensemble aus verschiedenen Hallen und Figuren, Teichen und einer kleinen Bibliothek. Zwei Besonderheiten findet man im nördlichen Teil des Tempels. Hier sind zwei wertvolle Buddha-Statuen zu sehen. Die Phra-Sila-Statue ist ein reliefartig gearbeiteter, gehender Buddha. Die Statue ist nur 30 cm hoch und wohl im 8. Jahrhundert aus Ceylon hierher gelangt. Die zweite von den Thailändern verehrte Statue heißt Phra Setang Khamani, ist mit 10 cm ziemlich leicht zu übersehen, besteht aber aus weissem Bergkristall. Sie trägt deshalb auch den Beinamen Phra Kaeo Khao („Statue aus weißem Kristall“).

Der zweite, nicht minder interessante Tempel ist der Wat Chedi Luang, der ebenfalls direkt im Zentrum von Chiang Mai liegt. Er wurde im 14. Jahrhundert begonnen, allerdings erst im 15. Jahrhundert fertiggestellt. Auch hier finden sich die typischen, zu jedem Tempel gehörenden Chedis, runde Bauten, die Reliquien oder als heilig verehrte Statuen beherbergen. Auf dem Tempelgelände befindet sich neben dem Kampus der Buddhistischen Universität auch die Stadtsäule von Chiang Mai. Sie hat im Verständnis der Einheimischen Schutzfunktion für die Stadt.

Eine weitere Tempelanlage ist der Wat Phra Singh. Er ist ein königlicher Tempel oberster Kategorie und im Altstadtbezirk zu finden. Sein von Löwen-Statuen bewachter Haupteingang liegt direkt an der Hauptstrasse Chiang Mais. Die Anlage existiert seit dem Jahr 1345. Im 18. Jahrhundert wurde sie während der burmesischen Herrschaft aufgegeben und verfiel. Erst ab 1782 fanden hier wieder rituelle Zeremonien statt und die Anlage wurde erweitert. Ein Großteil der Gebäude wurden ab 2002 restauriert. Man versah sie mit neuem Blattgold und erneuerte die zahlreichen, wunderschön filigranen Stuck-Verzierungen.

Chiang Mai erleben

Neben den religiösen Orten präsentiert Chiang Mai dem Besucher auch ein Vielzahl belebter Märkte, Naturparks und Geschäfte, die eine unglaubliche Vielfalt an kunsthandwerlichen Produkten anbieten. Die Altstadt ist das reinste Labyrinth aus Gassen und Strassen und es macht einfach Spass, sie zu durchstreifen. Im östlichen Teil der Stadt dagegen findet man die Hauptgeschäfts- und Einkaufsviertel. Vor allem die Chang Klan Road mit ihrem Nachtbasar zieht Einheimische und auch Touristen an. An dieser Straße befindet sich auch das Kalare Food and Shopping Center, ein echtes Shoppingparadies für jeden Geldbeutel.

Neben unzähligen, erstklassischen Restaurants und Kneipen (es gibt sogar ein German Hofbräuhaus) finden sich hier auch die meisten Hotels jeder nur denkbaren Kategorie, so dass sowohl für Freizeitaktivitäten, als auch für Verpflegung und Unterkünfte in ausreichendem Maße gesorgt ist.

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