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Das Goldene Dreieck

Das Goldene Dreieck verdankt seine weltweite Bekanntheit dem Opiumanbau und Drogenhandel. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Drei-Länder-Eck zu einem beliebten Tourismusziel entwickelt. Touristen schätzen die faszinierenden Gebirgsregionen, die kleinen traditionellen Städte, die lokalen Märkte und auch die Ureinwohner in den Bergen locken zahlreiche Touristen an. Das Goldene Dreieck stellt ein absolutes Muss bei einem Aufenthalt in Chiang Rai dar.

Lage:

Zum Drei-Länder-Eck zählen Thailand, Myanmar und Laos. Das westliche Ufer des Flusses Mekong liegt in Thailand, das östliche Mekongufer befindet sich in Laos. Das dreieckige Gebiet zwischen den beiden Flüssen Mekong und Mae Sai zählt zu Myanmar.

Bezeichnung:

Der Name Goldenes Dreieck geht auf den Anbau von Schlafmohn und auf den Handel mit Opium zurück. Da das einstige Zahlungsmittel Gold war, wurde die Bezeichnung Goldenes Dreieck gewählt. Das Dreieck leitet sich von den drei Ländern ab, welche in diesem Gebiet aufeinander treffen. Zudem ähnelt die Form des Gebietes, in welchem Schlafmohn angebaut wird, einem Dreieck.

Geschichte:

Die Geschichte des Drei-Länder-Ecks ist deckungsgleich mit der Geschichte des Handels mit Opium. In der Bergregion wird seit mehreren Jahrzehnten Schlafmohn angepflanzt und anschließend wird daraus Heroin hergestellt. Die 70er wurden von Drogenanbau und Handel dominiert. Die legendäre Bergregion war bis in die späten 80er der größte Opiumproduzent.

Das Goldene Dreieck

Das Goldene Dreieck ©TK

Lokale Schätze:

Zum reichen Erbe der Golden Triangle gehört traditionelles Kunsthandwerk sowohl aus Holz als auch aus Jade. Das Gebiet im Norden Thailands hat sich auch mit dem schmackhaften Tee und dem aromatischen Kaffee einen Namen gemacht.

Bootsausflüge:

Floß- und Bootstouren zählen zu den beliebtesten Aktivitäten inmitten der malerischen Landschaft. Besonders interessant sind Bootsausflüge auf dem Mekong und dessen Seitenarmen, welche den Besuch eines traditionellen Akha-Dorfes inkludieren.

Organisierte Touren:

Touristen, die einen Ausflug zum Drei-Länder-Eck unternehmen möchten, können in beinahe allen großen Hotels in der Provinz Chiang Rai organisierte Ausflüge buchen. Es besteht die Möglichkeit, zwischen ein- und mehrtägigen Touren zu wählen.

Individuelle Anreise:

Individualreisende finden in Chiang Rai zahlreiche Sammeltaxis, die preisgünstige Fahrten zum Goldenen Dreieck anbieten. Touristen können auch einen Jeep oder ein Moped für mehrere Tage entleihen.

Sob Ruak:

Das kleine Dorf hat sich während der letzten Jahre zu einem beliebten Treffpunkt für Touristen entwickelt. In Sob Ruak bieten Einheimische traditionelle und von Hand gefertigte Souvenirs an. Entlang des Mekongufers verwöhnen kleine Restaurants mit lokalen Spezialitäten. Zu den Hauptattraktionen des Dorfes Sob Ruak zählen Flussfahrten auf dem Mekong mit einem traditionellen Longtail-Boot. Passagiere können von Bord des Longtail-Boots aus Fischer beobachten und das Alltagsleben der Einheimischen kennen lernen.

Mae Salong – Lage:

Einen Ausflug wert ist die südchinesische Kleinstadt Mae Salong. Die Grenzstadt im Norden Thailands befindet sich rund 80 Kilometer im Norden von Chiang Rai. Die Grenze zu Myanmar ist nicht weit entfernt.

Mae Salong – Geschichte:

Die Grenzstadt wurde im Jahre 1961 auf dem Berg Doi Mae Salong von Einwanderern aus China gegründet. Die Kuomintang-Chinesen flohen nach der Machtübernahme der Kommunisten aus China in nahe gelegene Länder. Zahlreiche Chinesen siedelten sich in Mae Salong an, kurbelten den Drogenhandel an und verliehen dem Städtchen den Charakter eines chinesischen Dorfes. Die florierenden Drogengeschäfte der Kuomintang wurden in den 80ern vom konkurrierenden Drogenkartell mit Gewalt unterbunden. Seither bauen die südchinesischen Einwanderer Tee, aromatische Kaffeesorten und tropische Früchte an.

Doi Mae Salong:

Der rund 1800 Meter hohe Berg lockt Touristen aus aller Welt an. Eine äußerst kurvenreiche Straße führt in die faszinierende Bergregion. Sportlich Aktive können vor Ort Mountainbikes entleihen und den Berg erklimmen. Die Mountainbike-Tour ist anspruchsvoll und wird nur trainierten Bikern empfohlen.

Mae Sai – Lage:

Die Fahrtzeit von Mae Salong zur Grenzstadt Mae Sai beträgt rund dreieinhalb Stunden mit dem Auto. Eine Brücke, welche halb zu Thailand, halb zu Myanmar gehört, verbindet die nördlichste Stadt des Landes mit dem heutigen Myanmar.

Mae Sai – Anreise:

Die Fahrt von Mae Salong nach Mae Sai führt über den Asian Highway 2, der auch unter der Bezeichnung Thai Highway 1 bekannt ist. Je näher die Grenze zu Myanmar rückt, desto häufiger werden Fahrzeuge kontrolliert, um den Drogenhandel zu unterbinden.
Von Mae Sai aus dauert die Fahrt mit dem Auto zum Goldenen Dreieck etwa 30 Minuten.

Mae Sai – Attraktionen:

Der Großteil der organisierten Ausflüge zum Drei-Länder-Eck inkludiert den Marktbesuch in Mae Sai. Touristen finden hier eine breite Palette an billigen Schuhen, Kleidungsstücken, Schmuck und Souvenirs.

Mae Sai – Ausflüge:

Die thailändische Grenzstadt ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge nach Myanmar. Touristen können in Mae Sai ein Tagesvisum für erwerben und einen Marktbummel in Tachilek unternehmen. Zu den Attraktionen des Grenzortes zählt ein lohnenswerter Markt mit einer großen Auswahl an günstigen Textilien und Zigaretten. Bei einem Bummel über den lebhaften Markt kommen Schnäppchenjäger voll auf ihre Kosten, da das Angebot an preisgünstigen Imitationen enorm ist. Einige Verkäufer bieten wundervolle Seidenteppiche, aus Holz geschnitzte Buddha-Figuren ebenso wie Silberschmuck an. Touristen müssen die Rückfahrt nach Thailand vor 17 Uhr antreten, da der Grenzübergang auf Grund des Drogenschmuggels zeitig schließt.

Sop Ruak:

Touristen können in Sop Ruak einen Tempel besichtigen, Souvenirs, wunderschönen Schmuck aus Jade ebenso wie Holzschnitzereien erwerben und eine Bootsfahrt unternehmen. Besonders beliebt ist die Fahrt mit dem Longtailboot zur nahe gelegen Insel Don Sao. Die in Laos gelegene Insel befindet sich mitten im Fluss Mekong.
Oberhalb des traditionellen Dorfes bietet sich eine atemberaubende Aussicht auf das Drei-Länder-Eck und die unberührte Naturlandschaft. Der Aussichtspunkt mit dem legendären Schild Golden Triangle zieht Touristen aus aller Welt magisch an.

Bergvölker:

In den Gebirgsregionen des Goldenen Dreiecks leben seit über zwei Jahrhunderten zahlreiche ethnische Gruppen, die fernab der Zivilisation ihren harten Alltag bewältigen. Bei einem Besuch der Bergvölker erhalten Touristen einen Einblick in fremdartige Kulturen und Traditionen. In den Bergen leben etwa 30.000 Akha, die aus dem einstigen Burma nach Thailand flüchteten. Das Leben der Akha wird vom Ahnenkult, der Religion und der Traditionen dominiert. Auch das Bergvolk der Karen stammte ursprünglich aus Burma. Die rund 240.000 Karen sind dafür weltbekannt, dass die Frauen ihre Hälse mit Reifen strecken. Die Anzahl der Hals- und Beinreifen symbolisiert den Wohlstand. Das Bergvolk der Lisu stammte ursprünglich aus China. Heute leben etwa 24.000 Lisu in den höher gelegenen Regionen des Goldenen Dreiecks. Zu den bedeutendsten Bergvölkern zählen die einst aus Tibet stammenden Meo. Für die rund 80.000 Meo stellt der Opiumanbau auch heute noch eine wichtige Einnahmequelle dar. Die rund 38.000 Yao stellen wundervollen Silberschmuck und traditionellen Handarbeiten her. Ausflüge zu den Bergvölkern, die auf Pfahlbauten leben, erfreuen sich großer Beliebtheit.

Elefanten:

Von Lampang aus werden Touren zum Thai Elefant Conservation Center, einer der bedeutendsten Elefantenschulen des Landes angeboten. Die Dickhäuter zählen heute zu den bedeutendsten Einnahmequellen. Touristen können einen unvergesslichen Ausritt auf dem Rücken eines Elefanten unternehmen, die reizvolle Landschaft genießen und den Wald entdecken.

Festivals:

Eine besondere Attraktion ist der Besuch des King`s Cup Elephant Polo Tournaments im März. Touristen können die ausgebildeten Elefanten und ihre Trainer beim Polospiel beobachten, der Elefantenparade beiwohnen oder den Dickhäutern dabei zusehen, wie sie musizieren und Kunstwerke malen.

Nachtleben:

Das Goldene Dreieck ist nicht für sein Nightlife bekannt, jedoch beherbergen die größeren Hotels hauseigene Bars.

Unterkunft:

Touristen haben die Wahl zwischen Übernachtungen in einfach ausgestatteten Guesthouses und kleinen, preisgünstigen Hotels. Touristen, die auf Komfort Wert legen, finden nicht nur im Goldenen Dreieck, sondern auch in den Städten mehrere gute Hotels. Chiang Saen wartet mit zwei luxuriösen Resorts auf.