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Das Queen Saovabha Memorial Institute in Bangkok

Das „Queen Saovabha Memorial Institute“ in Bangkok erfreut sich großer Berühmtheit als renommiertes und wichtiges Institut in Sachen Giftschlangen. Es widmet sich der Erforschung von Giftschlangen, sowie der Entwicklung und Herstellung verschiedener Antiseren (Gegengifte), die bei Schlangenbissen zum Einsatz gebracht werden können.

Adresse

Die Sehenswürdigkeit befindet sich im Bezirk „Pathum Wan“, in der „Thanon-Rama-IV“ (Rama-IV.-Straße), nahe gelegen dem Chulalongkorn-Krankenhaus, Ecke „Thanon-Rama-IV“ und „Thanon Henri Dunant“ (Henri-Dunant-Straße).

Geschichte und Namensgebung

Das „Queen Saovabha Memorial Institute“ wurde in seiner heutigen Form am siebten Dezember 1922 eröffnet, im Gedenken an die Mutter des damaligen Königs Rama IV. benannt.
Allerdings bestand es bereits davor, seit 1912 unter dem Namen “ Louis-Pasteur-Institut“, benannt nach dem französischen Mikrobiologen, einem Vorreiter auf dem Gebiet der Impfung, der unter anderem den ersten Impfstoff gegen Tollwut entdeckt hat. Ursprünglich wurde das Institut nämlich aus der großen Not wahrer Tollwut-Epidemien geboren, die das Land immer wieder heimsuchten. (Tollwut ist auch heute noch ein großes Problem in bestimmten Regionen Thailands.)

Nachdem auch Prinz Damrongs Tochter von der Infektion dahin gerafft worden war, ließ König Rama IV. das „Louis-Pasteur-Institut“ im sogenannten „Luang“-Gebäude in der Bamrung-Muang-Straße entstehen. Erst später, um 1920, ließ König Rama IV. das Institut an seinen jetzigen Standort neu erbauen. Durch seinen ersten Leiter Dr. Leopold Roberts wurde das „Queen Saovabha Memorial“ auf die Herstellung von Antiserum spezialisiert.

Das Queen Saovabha Memorial Institute in Bangkok

Das Queen Saovabha Memorial Institute in Bangkok ©TK

Das „Queen Saovabha Memorial Institute“ als Touristen-Attraktion

Das „Queen Saovabha Memorial Institute“ beinhaltet auch eine Schlangenfarm, wo tausende Exemplare der etwa 50 heimischen Giftschlangenarten gehalten und gezüchtet werden.
Neben den beeindruckenden Gebäuden des Instituts selbst, stellt insbesondere die Schlangenfarm eine interessante Sehenswürdigkeit für Jung und Alt dar: Für Besucher gibt es Broschüren mit Wissenswertem über die unterschiedlichen Giftschlangen, ebenso Führungen so dass man beim Betrachten der Tiere in ihren Gehegen und Terrarien fundierte Informationen erhält, beispielsweise über die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Giftschlangen wie Kobras, Kraits und Vipern.
Die Schlangenfarm hat eine Größe von etwa 600 Quadratmetern. Es gibt regelmäßig Vorträge und Ausstellungen. Außerdem ein Museeum mit konservierten Exemplaren und Wissenswertem über die Evolution der Schlange. Bei Shows in der Schlangenfarm wird auch durch Dresseure demonstriert, wie bei den Tieren das Gift extrahiert wird, wie die Schlangen „gemolken“ werden. Das so gewonnene Gift ist für die meisten Antiseren unabdinglich. Während der beeindruckenden Shows spielen die Dresseure auch mit in Thailand heimischen Würgeschlangen. Auch diese wurden schon Menschen in freier Wildbahn zum Verhängnis. Und auch über den Umgang mit den verschiedenen Würgeschlangen erfährt man Nützliches. Insbesondere ist in Thailand jedoch die Herstellung von Antiseren für Schlangengifte wichtig, da hier sehr häufig Menschen gebissen werden. Die Antiseren des „Queen Saovabha Memorial Institute“ retten immer wieder Menschenleben.

Das „“Queen Saovabha Memorial Institute“ als nützlicher Ratgeber und Lebensretter

In Thailand sind viele verschiedene Arten von Giftschlangen zu Hause, mitunter gehören sie sogar zu den tödlichsten der Erde. Das „Queen Saovabha Memorial Institute“ hat durch seine Forschung der verschiedenen Arten und durch seine eigens produzierten Antiseren, seit seiner Entstehung unzählige Menschenleben gerettet. Bei einigen Schlangenbissen kann ein Mensch nur überleben, wenn ihm binnen kurzer Zeit das passende Gegengift verabreicht wird. Auf der Schlangenfarm wird der Besucher nicht bloß unterhalten. Er erhält auch sehr viele Informationen, die ihm helfen können, sollte er beispielsweise auf einer Wanderung durch Flora und Fauna Thailands mal auf eine Giftschlange treffen. Neben den Auswirkungen von Schlangengiften auf den menschlichen Organismus, auch Wichtiges über Lebensräume, Verhaltensweisen und Warnsignale dieser faszinierenden Lebewesen. Somit hat das „Queen Saovabha Memorial Institute“ mit seiner Schlangenfarm nicht nur einen hohen Wert als Forschungsinstitut für die Herstellung von Gegengiften, sondern eröffnet auch Möglichkeiten der Prävention; indem die Besucher – gleich ob Touristen oder Einheimische – Antworten auf Fragen wie „Wo leben gefährliche Schlangen? Wodurch werden sie angriffslustig? Was tun bei einem Biss?“ erhalten, kann unangenehmen Begegnungen mit Kobras und Co. in freier Wildbahn mitunter vorgebeugt werden.

Die gefährlichsten Schlangen Thailands, ob Giftschlange oder Würgeschlange, sind allesamt auf der Schlangenfarm des „Queen Saovabha Memorial Institute“ vertreten. Das „Queen Saovabha Memorial Institute“ eine eindrucksvolle und interessante Sehenswürdigkeit in Bangkok, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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