Skip to main content

Das Vergnügungsviertel Soi Cowboy in Bangkok

Das Vergnügungsviertel Soi Cowboy in Bangkok

Bei einem Aufenthalt in Bangkok sind nicht alle Facetten dieser lebendigen Großstadt ausgereizt, wenn dabei nicht wenigstens einem ihrer bekanntesten Vergnügungsviertel ein Besuch abgestattet wurde. Neben dem immer mehr von fliegenden Händlern beherrschten und in einen einzigen Nachtmarkt verwandelten ältesten Vergnügungsviertel Patpong und dem Nana Entertainment Plaza eignet sich dafür besonders Bangkoks zweitältestes Vergnügungsviertel, das Soi Cowboy.

Wer, wann, wie und wo?

Ein im Abendlicht hell erstrahlendes Neonschild mit der Aufschrift „Cowboy“ weist den Weg in die etwa 200 Meter lange Vergnügungsmeile, die zwischen der 21. und 23. Soi liegt. Dabei entspricht die thailändische Bezeichnung einer Soi einer Seiten- beziehungsweise einer engen Nebenstraße. In eben dieser Seitenstraße verwirklichte der US-amerikanischer Flieger T.G. Edwards, von seinen Freunden nur „Cowboy“ genannt seinen Traum von der Eröffnung einer GoGo Bar, die er nach dem Namen seiner Tochter „Loretta“ nannte.
Da dies erst Mitte der 70er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts geschah, verdeutlicht, dass das Zeitalter der Bangkoker Vergnügungsviertel noch keine lange Geschichte hat.

Wer der Soi Cowboy heute einen Besuch abstatten möchte, sollte diese Bar jedoch nicht als Anlaufpunkt wählen, denn es gibt sie schon seit Jahren nicht mehr. Erreichbar ist die Straße, die von der Kreuzung der Soi Asoke und der Sukhumvit Road ausgeht, über die auf Stelzen durch das Großstadtgewirr der thailändischen Metropole führende Skytrain, die hier am Haltepunkt Asok stoppt. Alternative Möglichkeiten hierzu bieten Taxis oder eines der zahlreichen dreirädrigen TukTuks.

Girls und Girlies werden aktiv

Immer wenn sich über die Millionenstadt Bangkok die Dunkelheit der Nacht herab senkt, beginnt in der Soi Cowboy das tägliche Leben. Dann gehen die Lichter und Leuchtreklamen an, strömen die Besucher zu tausenden in das Vergnügungsviertel, ertönt Musik aus den Bars und Kneipen und beginnt der „Arbeitstag“ für Girls und Girlies. Während erstere im Inneren der als Strip- und Tanzbar bezeichneten Girl-Bars deren Gäste betreuen, gelten als Girlie-Bars die meist kleineren Außenbars, die sich vor den Girl-Bars befinden und in denen sich die Girlies bei Brettspielen oder einer Runde Billard den Gästen widmen.

Vergnügungsviertel Soi Cowboy

Vergnügungsviertel Soi Cowboy ©TK

Dabei ist die Soi Cowboy keinesfalls als ein Kulturviertel zu betrachten, denn wenn auch nicht alles, so dreht sich doch vieles hier um das berühmte „Etwas“. Davon zeugen GoGo Bars wie Suzi Wong oder Rawhide mit ihren Shows und Nackttänzerinnen ebenso wie die Strip-Bars, zu denen das „Tilac“ gehört. Das ist dafür bekannt, Getränke zu einem besonders günstigen Preis anzubieten. Weitere, vor allem bei ausländischen Besuchern beliebte Lokalitäten mit guten Show-Programmen sind die GoGo Bar „Dollhouse“ oder das „Long Gun“, während im „Baccara“ das Betrachten schöner Frauen mit recht teuren Getränken erkauft werden muss.
Insgesamt warten an der Soi Cowboy an die vierzig Lokalitäten, darunter auch Diskotheken, Tanzbars, Musikkneipen und Massagesalons auf die nächtlichen Besucher, die fast überall auf Wunsch liebevoll von den sehr hübschen Thai-Mädchen betreut oder zu einem Schäferstündchen begleitet werden.

Ping-Pong-Shows und Familienunterhaltung

Beliebt aber auch gefürchtet sind Bars und Lokale, die die für Thailand typischen und bekannten, allerdings gleichzeitig auch berüchtigten Ping-Pong-Shows bieten. Neben horrenden Eintrittspreisen, die oft ein erstes Getränk enthalten, werden hier bei einzigartiger Atmosphäre von Lichteffekten unterstützte Vorführungen geboten, die garantiert unterhalb der Gürtellinie ihre Handlungsplätze haben und die von Männern meist mit mehr Begeisterung aufgenommen werden als von Frauen.
Besondere Vorsicht ist beim Besuch von Lokalitäten anzuraten, in denen die Kattoys, die thailändischen Transsexuellen verkehren.

Daneben ist es aber absolut nicht abwegig, dass Soi Cowboy zu nächtlicher Stunde von Pärchen und Familien – selbstverständlich ohne Kindern – besucht wird. So leisten sie sich gern zu erschwinglichen Preisen eine der vielfältigen entspannenden Massagen in einem der Massagesalons. Oder nutzen die Gelegenheiten, eine der seriöseren Bars wie beispielsweise die „Midnite Bar“ zu besuchen. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch gesellige Runden auf Sitzplätzen unter freiem Sternenhimmel vor einem der Restaurants, wobei die Verkostung nationaler Spezialitäten nicht fehlen sollte. Und auch der Besuch eines erotischen Cabarets kann durchaus in trauter Gemeinsamkeit erfolgen.
Kleinere Supermärkte, die bis nach Mitternacht geöffnet sind, bieten darüber hinaus ganz normale Einkaufsmöglichkeiten – auch wenn nur ein Spaziergang zu später Stunde durch diese Amüsiermeile erfolgt.