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Der Erawan Nationalpark

Das Schutzgebiet zählt zu den frequentiertesten und schönsten Nationalparks des Landes. Naturliebhaber schätzen die vielfältige Flora, die artenreiche Fauna und die zahlreichen Naturschönheiten. Spaß ist bei Baden in den natürlichen Pools unterhalb des Wasserfalls garantiert. Abenteurer können eindrucksvolle Höhlen erforschen und auch Wanderer kommen im Erawan Nationalpark voll auf ihre Kosten.

Größe:

Der zwölfte Nationalpark Thailands erstreckt sich über 550 Quadratkilometer.

Lage:

Der Erawan Nationalpark befindet sich in einem Tal im Westen von Zentralthailand. Bangkok ist rund 200 Kilometer vom Schutzgebiet entfernt. Das Naturschutzgebiet liegt rund 70 Kilometer im Nordwesten von Kanchanaburi.

Geografie:

Im Osten des Naturschutzgebiets ragen imposante Felsen bis zu 1000 Meter in die Höhe. Die hohen Bergzüge haben eine Schutzfunktion, da sie den Ostmonsun abschwächen und somit starken Niederschlag verhindern. Die Flüsse Mong Lai und Omtala speisen den bekannten Erawan Wasserfall. Der Nationalpark wird sowohl im Westen als auch im Osten von den beiden Flüssen Kwai begrenzt.

Klima:

Die höchsten Temperaturen werden von März bis Mai erreicht. Temperaturen um die 45 Grad Celsius sind während dieser Monate in der wärmsten Region des Landes keine Seltenheit.
Wunderbar kühl ist das Wetter nach der Regenzeit von November bis Februar. Auf Grund der unerträglichen Hitze ist der Besuch von November bis Anfang März empfehlenswert. Besucher müssen damit rechnen, dass die populären Erawan Wasserfälle zwischen Dezember und April nur wenig gespeist werden.

Der Erawan Nationalpark

Der Erawan Nationalpark ©TK

Name:

Der Nationalpark erhielt den Namen Erawan, da die oberste Stufe des Wasserfalls eine Ähnlichkeit mit dem vielköpfigen Elefanten Erawan aufweist. Der vielköpfige Elefant ist das Reittier des hinduistischen Gotten Indra. Die Gottheit ist dafür bekannt, dass sie Regenwolken herbeirufen und somit für Niederschlag sorgen kann.

Geschichte:

Die wundervolle Naturlandschaft wurde im Jahre 1975 eröffnet. Es handelt sich bei diesem Schutzgebiet um den 12. Nationalpark Thailands.

Flora:

Der Erawan Nationalpark wird Großteils von Laubbäumen bedeckt. Im Schutzgebiet wachsen eindrucksvolle Bambuswälder und auch das immergrüne Laubgehölz ist weit verbreitet.

Fauna:

Tierliebhaber finden hier diverse Säugetierarten, zahlreiche Amphibiengattungen und verschiedenste Reptilien. Die große Population an exotischen und seltenen Vogelarten machen den Nationalpark zu einem Paradies für Vogelkundler. Zu den Attraktionen zählen nicht nur Elefanten und Gibbons, sondern auch Adler und Flughörnchen. Mit etwas Glück können auch Siamesische Hasen, Kobras und Phytons beobachtet werden.

Parkverwaltung:

Die Parkverwaltung befindet sich in Tha Kradan, einem Bezirk in der Provinz Kanchanaburi.
Touristen haben hier die Möglichkeit, für 30 Baht das Auto und für 20 Baht das Moped zu parken. Zu den Einrichtungen vor Ort zählen ein Informationscenter und zahlreiche kleine Restaurants. Das Headquarter befindet sich etwa 30 Kilometer vom Highway 3199 entfernt.

Anreise:

Von Bangkok aus verkehren Züge zur Endhaltestelle Nam Tok. Von hier aus empfiehlt sich die Weiterfahrt mit einem Taxi. Von Kanchanaburi aus fahren blaue Shuttlebusse im 50-Minuten-Takt. Die Busse sind alt und nicht klimatisiert. Der letzte Bus fährt um 16 Uhr vom Erawan Nationalpark nach Kanachanaburi. Individualtouristen können in Kanchanaburi ein Leihauto mieten. In den Reisebüros können organisierte Touren zum Erawan Nationalpark gebucht werden.

Öffnungszeiten:

Der Erawan Nationalpark ist das ganze Jahr über geöffnet. Naturliebhaber können das Naturschutzgebiet jeden Tag von 8 bis 17 Uhr besuchen.

Eintrittspreis:

Erwachsene müssen für ein Ticket 200 Baht bezahlen während sich die Kosten für ein Kinderticket auf 100 Baht belaufen. Die Tageskarten inkludieren den Eintritt zur Höhle Pra That.

Wandern:

Der Erawan Nationalpark ist ein Paradies für Wanderer. Die wundervolle Naturlandschaft kann auf Rundwanderungen oder familienfreundlichen Spaziergängen erkundet werden. Besonders beliebt sind Wanderungen zu den populären Erawan Wasserfällen. Abenteurer können Wanderungen zu vier sehenswerten Höhlen unternehmen. Das Schutzgebiet wartet auch mit einem Naturlehrpfad durch Bambus-, Misch- und Laubwälder auf. Der rund ein Kilometer lange Naturlehrpfad ist gepflastert. Entlang des Mong Lai Dry Naturlehrpfades, der zum Erawan Wasserfall führt, befinden sich 12 Schilder mit detaillierten Beschreibungen. Der knapp zwei Kilometer lange Million-Year Stone Naturlehrpfad startet am Parkplatz vor dem Hauptquartier des Erawan Nationalparks. Wanderer, die diesen Pfad wählen, gelangen nach nach rund zwei Stunden zum vierthöchsten Wasserbecken des Erawan Wasserfalls. Parkbesucher können vor Ort einen lokalen Guide buchen.

Erawan Wasserfall:

Der beliebte Wasserfall stellt das absolute Highlight des Nationalparks dar. Direkt am Hauptquartier beginnt eine Wandertour zum 7-stufigen Erawan Wasserfall, der nicht nur Familien, sondern auch Naturliebhaber und Ruhesuchende anlockt. Der erste Wasserfall ist etwa 700 Meter vom Visitor Center entfernt und wartet mit einem Kiosk auf. Naturliebhaber finden unweit des zweiten Pools die letzten Getränkestände. Es ist empfehlenswert, sich hier mit ausreichend Wasser für den Aufstieg einzudecken. Der dritte Pool bietet ideale Bedingungen für eine Abkühlung. Um im höchsten Pool zu schwimmen, ist eine gute Kondition Voraussetzung, da der Weg fortwährend ansteigt, je höher er führt. Die Strecke von der sechsten zur siebten Etage gleicht einer Klettertour. Die siebte Terrasse ist etwa zwei Kilometer vom Visitor Center entfernt. Die Mühen werden mit einem unvergesslichen Bad in den natürlich geformten sieben Becken belohnt. Hier ist Badespaß für die ganze Familie angesagt. Rund um die türkisfarbenen Wasserbecken zählen die Gibbons zu den diebischen Attraktionen. Der Erawan Wasserfall ist auch das Ziel des fünf Kilometer langen Khao Hin Lan Pee Nature Trails. Nachmittags werden die einzelnen Pools des Erawan Wasserfall von oben nach unten abgesperrt.

Höhlen:

Die bekannteste der vier Höhlen ist Pra That, die rund 75 Kilometer von der Stadt Kachanaburi entfernt liegt. Die Distanz zwischen dem Erawan Wasserfall und der Höhle Pra That beträgt rund 8 Kilometer. Der bekannte Erawan Wasserfall liegt rund 10 Kilometer südlich der Pra That Cave. Die Höhle kann über einen Erdweg mit dem Auto erreicht werden. Die 10 Kilometer lange Schotterpiste startet beim Hauptquartier. Folgt man dem Weg nach der Höhle Pra That, so gelangt man zum zauberhaften Wasserfall Huay Mae Khamin. Zu den besonderen Highlights zählen geführte Touren druch die 20 Meter lange Höhle. Für die Erkundung sollte rund eine Stunde einberechnet werden. Ortskundige Guides können im Hauptquartier gebucht werden. Petroleumlapen erleuchten die wundervollen Stalaktiten und die faszinierenden Stalagmiten. Zum Inneren der Höhle Pra That zählen vier große Räume, welche die Heimat von hunderten Fledermäusen sind. Sehenswert ist auch die große Tropfsteinhöhle Sawan Wang Badan. Besucher gelangen über einen schmalen Eingang in das Innere des Berges. Die Tropfsteinhöhle besteht aus mehreren Kammern, welche mit funkelnden Stalaktiten und Stalagmiten begeistern. Abenteurer sollten sich langsam fortbewegen, da die Gefahr, auf Grund des stetig fließenden kleinen Baches, auszurutschen, gegeben ist.

Si-Nakharin:

Der Stausee liegt im Norden der Pra That Höhle. Es besteht die Möglichkeit, den aufgestauten See mit dem Mietauto zu erkunden. Ebenso können am Parkeingang organisierte Touren buchen.

Ausflüge in der Nähe:

Natur- und Tierfreunde können den Besuch des Erawan Nationalparks mit einem Besuch im Elefantencamp verbinden. Ein besonders lohnenswertes Ziel stellt das Elefantencamp Taweechai. Zu den beliebtesten Aktivitäten zählen abenteuerliche Raftingtouren auf den nahe gelegenen Flüssen.

Übernachtung und Verpflegung:

Parkbesucher können inmitten der wundervollen Naturlandschaft nächtigen. Innerhalb des Erawan Nationalparks befinden sich mehrere Bungalows unterschiedlicher Preisklassen. Es wird empfohlen, den Bungalow vor allem zu Feiertagen im Voraus zu reservieren. Naturliebhaber können inmitten des Schutzgebietes ihr Zelt aufschlagen. Die sanitären Einrichtungen des Campingplatzes sind sehr bescheiden und weit vom westlichen Standard entfernt. Für die Übernachtung im Zelt ist keine Vorreservierung nötig.