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Der Isaan

Der ursprüngliche Nordosten des Landes wird als Isaan bezeichnet. Naturliebhaber und Ruhesuchende finden hier unberührte Naturschutzgebiete und eindrucksvolle Wildreservate. Kulturell Interessierte können im Osten des Isaans Schätze und bedeutende Artefakte der Khmer-Dynastie und die von Laos geprägte Kultur kennen lernen.

Allgemeine Informationen:

Der Isaan umfasst rund ein Drittel von Thailand. Die im Nordosten des Landes gelegenen Provinzen sind ein wahrer Geheimtipp. Touristen finden in den kaum erschlossenen Provinzen traditionelle Dörfer und von Thailand abweichende Traditionen. Im Nordosten Thailands prägt die Landwirtschaft das Leben der ländlichen Bevölkerung.

Lage:

Zum Isaan, dem Nordosten des Landes, zählt die Hochebene Khorat. Dieses gigantische Hochplateau erstreckt sich über rund 160.000 Quadratkilometer. Westlich wird die Hochebene Khorat vom Phetchabun Gebirge begrenzt. Sowohl im Osten als auch Norden bildet der Mekong die natürliche Grenze.

Geografie:

Die Hochebene setzt sich im Süden aus dem Hochplateau Khorat und im Norden aus der Sakon Nakhon-Ebene zusammen. Das Landschaftsbild wird von Regenwald, Bergen und den viereckigen Reisfeldern dominiert.

Der Isaan

Der Isaan @iStockphoto/Marcel Braendli

Klima:

Im Isaan herrscht tropisches Klima vor. Von März bis Mai sind Temperaturen um die 40 Grad Celsius keine Seltenheit. Während der Regenzeit von Juni bis Oktober muss mit heftigen Regenschauern gerechnet werden. Die ideale Reisezeit ist von November bis Februar, da nur wenig Niederschlag fällt und die Temperaturen nur selten 30 Grad Celsius übersteigen.

Fortbewegung:

Zwei Eisenbahnlinien führen von Bangkok in den Nordosten des Landes. Die Fahrt dauert zwischen sieben und neun Stunden. Touristen können einen ortskundigen Taxifahrer für mehrere Stunden anheuern.

Unterkunft:

In den bedeutenden Städten des Isaans wurden während der letzten Jahre mehrere Hotels unterschiedlicher Preiskategorie errichtet. Touristen finden in den kleineren Städten preisgünstige Hotels und einfach ausgestattete Gästehäuser.

Kultur:

Die Kultur des Nordostens von Thailand ist stark von Laos geprägt. Die Besonderheiten zeigen sich in den lokalen Speisen, der traditionellen Kleidung, der Architektur und den Festtagen. Der Lao-Stil ist ein weniger schlichter als die traditionelle thailändische Architektur. Diese stilistischen Differenzen sind auch bei den Abbildungen Buddhas zu beobachten. Die buddhistischen Tempelanlagen stellten das bedeutendste Bauwerk eines traditionellen Dorfes dar. Die Wats dienen nicht nur als Gebetsstätte, sondern sie sind auch Schauplätze von religiösen Feiern, Volksfesten und Versammlungen, die es nirgendwo sonst in Thailand gibt. Auch heute noch zeugen die Ruinen und Tempelanlagen von der Herrschaft der Khmer.

Traditionelle Dörfer:

Die traditionellen Dörfer mit den rund 50 bis 100 alten Holzbauten sind auch unter der Bezeichnung Muu Bahn bekannt. Zum Großteil handelt es sich hierbei um Pfahlbauten, der Platz unter den einfachen Hütten dient der Familie als Aufenthaltsort.

Bevölkerung:

Die im Nordosten des Landes lebende Bevölkerung unterscheidet sich einerseits durch die Bräuche und Lebensart vom Rest der Thais. Die meisten Thais leben im Isaan von der Landwirtschaft. Da hier jedoch sehr selten Niederschlag fällt und die Ernteerträge folglich gering sind, ist der Isaan die ärmste Region des Landes.

Phrasat Khao Phran Viharn:

Gläubige und Touristen finden die größte Tempelanlage rund 150 Kilometer im Südwesten der Stadt Ubon Ratchathani. Die Ruinen des bekanntesten Wats grenzen an Kambodscha, jedoch ist der Zugang ausschließlich über Thailand möglich. Der Tempelberg fällt in Richtung Kambodscha sehr steil ab. Der geschichtsträchtige Phrasat Khao Phran Viharn war zur Zeit der Roten Khmer uneinnehmbar. Seit 1965 gehört das Gebiet zu Kambodscha, jedoch benötigen Touristen kein Visum, um den Phrasat Khao Phran Viharn besichtigen zu können. Zur Spitze des Tempelberges führen mehrere 100 Stufen. Der Aufstieg über die großteils verfallenen Treppen ist zwar anstrengend, jedoch werden die Mühen mit den sehenswerten Ruinen und einem wundervollen Ausblick belohnt.

Prasat Hin Phimai:

Ein beliebtes Ausflugsziel liegt rund 60 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt. im Nordosten von Nakhon Ratchasima sorgt die originalgetreu rekonstruierte Anlage für Begeisterung. Prasat Hin Phimai wurde im 12. Jahrhundert nach Christus errichtet und zählt zu den schönsten Bauwerken der Khmer.

Phanom Rung:

Die auf 1300 Meter Seehöhe errichtete Tempelanlage Phanom Rung lockt Gläubige und Besucher in die thailändische Provinz Buri Ram. Der von den Khmern errichtete Tempelkomplex thront auf einem erloschenen Vulkankegel und zählt zu den wichtigsten sakralen Bauwerken im Nordosten des Landes.

Prasat Mueang Tham:

Die eindrucksvolle kleine Tempelanlage liegt rund fünf Kilometer im Osten von Phanom Rung.
Prasat Mueang Tham wurde neben einem See erbaut, der einst von den Khmer angelegt wurde. Naturliebhaber können durch die gepflegte Parkanlage schlendern und den quadratischen Tempelkomplex erkunden. Prasat Mueang Tham wurde komplett restauriert. Einen Blickfang stellen die gigantischen Mauern dar. Eindruck hinterlassen die vier Wasserbecken, welche den ersten Tempelhof zieren. Leider ist der Hauptturm im Zentrum des Tempelkomplexes eingestürzt, jedoch ziehen die drei restaurierten Türme an drei der Ecken des Wats die Blicke auf sich. Im Laufe der Zeit lockte der Tempel zahlreiche Diebe an, welche nicht nur Giebelsteine, sonder auch Türstürze raubten.

Prasat Tameeang:

Ein populäres Ausflugsziel stellen die Ruinen Prasat Tameeang dar, welche im Laufe der Zeit von Regenwald bewachsen wurden. Die einstige Tempelanlage befindet sich in der thailändischen Provinz Buro Ram, nicht weit von Ban Kruat entfernt.

Elefantendorf:

Zu den familienfreundlichen Ausflugszielen gehört Ban Ta Klang. In diesem traditionellen Dorf werden seit einigen Jahrhunderten Elefanten domestiziert und trainiert. In Ban Ta Klang leben etwa 150 Familien. Der Großteil der Dorfbewohner zieht Elefanten auf und trainiert diese. Zu den besonderen Urlaubserlebnissen zählt der Ritt auf einem Dickhäuter quer durch den Dschungel.

Nationalpark Khao Yai:

Für Naturliebhaber stellt der Besuch des ältesten ebenso wie größten Nationalparks des Landes ein Muss dar. Die bis zu 1400 Meter hohen Berge und der unberührte Dschungel kann im Süden von Khorat erkundet werden. der etwa 2000 Quadratkilometer große Nationalpark wartet mit einer intakten und von Menschenhand unberührten Naturlandschaft auf. Das riesige Naturschutzgebiet erstreckt sind über vier Provinzen. Wanderer und Bergsteiger kommen hier voll auf ihre Kosten. Unzählige, gut beschilderte Pfade und befestigte Straßen führen vorbei an Flüssen, quer durch den Regenwald bis hin zu den mehr als 20 romantischen Wasserfällen. In Khao Yai finden Touristen nicht nur Elefanten, sondern auch Tiger und diverse Affenarten in freier Wildbahn. Der Nationalpark ist mit seinen rund 180 unterschiedlichen Vogelgattungen ein Paradies für Vogelbeobachter. Zur breitgefächerten Flora zählen mehr als 200 Orchideenarten und zahlreiche tropische Pflanzen. Parkbesucher können in den Resorts und Lodges nahe des Nationalparks übernachten. Innerhalb des Naturschutzgebietes sind keine Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden.

Nationalpark Phu Kradung:

Naturliebhaber können in der kältesten Region des Landes unvergessliche Wanderungen unternehmen. Das lohnenswerte Schutzgebiet liegt in der bergigen Region Loei. Zum rund 60 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet zählen steile und schroffe Berge, welche bis zu 1316 Meter in die Höhe ragen. Das Hochplateau wird von dichten Wäldern bedeckt. Parkbesucher treffen hier auf vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen. Besonders eindrucksvoll sind die Wasserfälle und Teiche inmitten des dichten Dschungels.

Wild Life Reservat:

Zu den beliebtesten Ausflugszielen zählt das drittgrößte Tierschutzgebiet des Landes. Phu-Khiew liegt in der thailändischen Provinz Chaiyaphum und beherbergt Tiger ebenso wie diverse Leopardengattungen.

Ausflugsziele:

Der Nordosten Thailands bietet sich für Abenteuerliche Ausflüge zum Mekong Fluss an. Einen Besuch wert ist auch Vientiane, die Hauptstadt von Laos. Touristen gelangen über die Freundschaftsbrücke über den Mekong und nach nur 24 Kilometern lädt die laotische Hauptstadt zu einem Stadtrundgang ein.

Elefantenparade:

Jedes Jahr im November strömen Touristen zur sehenswerten Elefantenparade. Hierbei handelt es sich um ein bedeutendes Fest für die lokale Bevölkerung. Die Elefanten stellen die von ihnen beherrschten Kunststücke zur Schau.