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Die Brücke am Kwai

Die geschichtsträchtige Brücke am Kwai zählt zu den interessantesten Ausflugszielen bei einem Aufenthalt in Bangkok. Die Eisenbahnkonstruktion erlangte nicht nur durch den Roman des aus Frankreich stammenden Schriftstellers Pierre Boulle, sondern auch durch den 1957 produzierten Film von David Lean weltweite Bekanntheit. Touristen können die Brücke, die das Leid und den Schrecken zur Zeit des Pazifik-Krieges symbolisiert, mit einem kleinen Zug überqueren. Die originalgetreu aufgebaute Brücke wird auch gerne zu Fuß überquert. Die schrecklichen Ereignisse während des Krieges werden den Besuchern in mehreren Museen der Stadt näher gebracht. Klein und Groß sollten sich eine romantische Bootstour auf dem Fluss Kwai nicht entgehen lassen.

Allgemeine Informationen:

Die legendäre Brücke wurde nach dem Fluss Kwai Noi benannt, über welchem sie 1942 errichtet wurde. Für den Bau der Eisenbahnstrecke wurden ursprünglich etwa 60 Monate eingeplant, die Eisenbahnlinie wurde jedoch in nur 16 Monaten fertig gestellt. Die Kriegsgefangenen wurden gezwungen, täglich bis zu 18 Stunden zu arbeiten. Die Prisoners of Wars erhielten nur wenig Nahrungsmittel und somit verhungerten zahlreiche Arbeiter.

Lage:

Die Brücke am Kwai befindet sich etwa 130 Kilometer im Nordwesten Bangkoks. In der Provinzhauptstadt Kanchanaburi gelegen, lockt das renommierte Bauwerk über dem Fluss Kwai Besucher aus aller Welt an.

Todesbahn:

Touristen können vier Mal pro Tag eine Fahrt mit dem kleinen Zug unternehmen, der den Beinahmen Todesbahn trägt. Der Zug ist nicht viel höher als die Eisenpfeiler. Von der einstigen Strecke wurde der Großteil im Jahre 1945 zerstört, als sowohl die Engländer als auch die US-Amerikaner die Brücke bombardierten. Die Zugstrecke führt ins zwei Stunden entfernt Nam Tok. Zu den Attraktionen der Fahrt mit der Todesbahn zählt das Wang-Po-Viadukt. Diese Holzbrücke wurde so nahe der steil aufragenden Felsen errichtet, dass keine Hand zwischen die Todesbahn und die Felsen passt. Der Abstand zu den Felsen ist so gering, da die Steine oftmals mühselig per Hand aus den Felsen gebrochen wurden und die Arbeiter unter enormen Zeitdruck standen. Besonders eindrucksvoll ist die wundervolle Aussicht auf den Fluss Kwae Noi.

Die Brücke am Kwai

Die Brücke am Kwai ©TK

Organisierte Ausflüge zur Brücke am Kwai:

Der Großteil der Reisebüros in Bangkok und Umgebung bietet organisierte Touren zur Brücke am Kwai an. Es besteht auch die Möglichkeit, die Touren vor antritt der Reise zu buchen. Touristen können zwischen verschiedenen ein- und mehrtägigen Ausflügen wählen, da die Tour zur geschichtsträchtigen Brücke auch weiteren Attraktionen kombiniert werden kann. Die Busfahrt von Bangkok aus dauert je Strecke etwa drei Stunden. Der Großteil der zweitägigen Ausflüge inkludiert nicht nur die Übernachtung und Vollpension, sondern auch eine Fahrt mit der Todesbahn und eine Abendvorführung des traditionellen Tanzes des Mon-Stammes. Die Mon zählen zur Urbevölkerung des Landes. Sie leben auch in den Bergen des Nachbarlandes Myanmar. Tagesausflüge können auch mit dem schwimmendem Markt und dem Tiger Tempel verbunden werden.

Anreise:

Touristen können in den Reisebüros in Bangkok Tickets für Reisebusse erwerben oder an einer geführten Tour teilnehmen. Besonders empfehlenswert ist der Ausflug mit einem lokalen Taxifahrer. Zahlreiche Fahrer können ganztägig für einen geringen Preis gebucht werden. Besonders preiswert und unkompliziert, jedoch eher unkomfortabel, ist die Fahrt mit dem Zug, der seine Reise am Bahnhof Thonburi in Bangkok Noi antritt. Wenn möglich sollte während der Zugfahrt von Bangkok nach Kanchanaburi ein Sitzplatz auf der linken Seite des Zuges gewählt werden, da rechter Hand die Sicht von Felsen versperrt wird. Sowohl morgens als auch nachmittags werden Fahrten zur Brücke am Kwai angeboten. Zu den Highlights zählt eine Flussfahrt zum einstigen Schauplatz unermesslichen Schreckens und Leids. Die empfehlenswerten Bootstouren können in unmittelbarer nähe der Brücke am Kwai gebucht werden. Ein weiterer Startpunkt ist der Chai Chumphon Pier unweit des JEATH Kriegsmuseums. Vor Ort werden ebenso Touren mit der Fahrradrikscha angeboten.

Soldatenfriedhof:

Rund 200 Meter vom Bahnhof in Kanchanaburi entfernt, empfängt der Soldatenfriedhof die Besucher. Auf dem Areal der Gedenkstätte Don-Rak liegen Kriegsgefangene aus Holland, Australien und England begraben. Es handelt sich hierbei um den größten Soldatenfriedhof der Provinzhauptstadt, der die letzte Ruhestätte für 6982 Männer darstellt.

Geschichte:

Die japanischen Truppen hatten beachtliche Gebiete im pazifischen Raum belagert. Vor allem der Angriff auf Pearl Harbour sicherte den Japanern große Gebiete. Während des Pazifik-Krieges wurden über 100.000 Zwangsarbeiter ebenso wie etwa 12000 Kriegsgefangene gezwungen,die strategisch bedeutende Eisenbahnverbindung von Myanmar, dem einstigen Burma, nach Thailand zu errichten. Die japanischen Truppen hatten im Vorfeld beachtliche Gebiete im pazifischen Raum belagert. Vor allem der Angriff auf Pearl Harbour sicherte den Japanern große Gebiete. Die Japaner befahlen den Zwangsarbeitern 1942 und 1943, die 415 Kilometer lange Zugstrecke zu erbauen, um den Nachschub an Waffen und den Abtransport von wertvollen Rohstoffen zu ermöglichen. Ein weiterer Grund für den enormen Zeitdruck des Brückenbaus war, dass die Besatzungstruppen aus Japan in Burma versorgt werden mussten. 1942 mussten sich rund 300.000 Prisoners of Wars aus Australien, England, den Niederlanden und Asien so schnell als möglich einen Weg durch den Dschungel und die Felsen zu Bahnen, um die Trasse anlegen zu können. Der Regenwald musste von den Kriegsgefangenen gerodet werden und zahlreiche Felsen wurden gesprengt. Mehr als 100000 Zwangsarbeiter kamen auf Grund von Entkräftung und Tropenkrankheiten wie Cholera und Malaria im Dschungel ums Leben. Eine Vielzahl der Opfer starb auf Grund der grausamen Schikanen der Aufpasser aus Japan und Korea. Der Hellfire Pass war dafür bekannt, dass die Japaner und Koreaner absichtlich Steine auf weiter unten arbeitende Kriegsgefangene fallen ließen. Sportlich Aktive können eine halbstündige Wanderung zum Hellfire Pass unternehmen. Interessierte stoßen auf ein kurzes Schienenstück und einen Gedenkstein. Während des II. Weltkriegs bombardierten die Amerikaner die Holzbrücke und zerstörten diese komplett. Die aus Stahl und Beton nachgebaute Brücke kann auch heute noch besucht und überquert werden.

Museen:

Mehrere Museen haben es sich zu Aufgabe gemacht, den Besucher die Qualen zu verdeutlichen, welche die Kriegsgefangenen durchmachen mussten. Die Museen können in Kanchanaburi und in der näheren Umgebung der Provinzhauptstadt besucht werden.

JEATH-Museum:

Die grausamen Bestrafungen und die unmenschlichen Bedingungen werden besonders anschaulich im JEATH-Museum dargestellt. Der Name des Museum leitet sich von den Ländern Japan, England, Australien, Thailand und Holland ab, da von dort der Großteil der Zwangsarbeiter stammte. Museumsbesucher erhalten einen Einblick in die grausamen Umstände, unter welchen die Brücke am Kwai errichtet wurde. Das YEATH-Museum kann mit dem kleinen Zug erreicht werden.

Hellfire Pass Memorial Museum:

Einen Besuch wert ist auch das Hellfire Pass Memorial Museum, welches etwa 80 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt liegt. Der Name Hellfire wurde deshalb gewählt, weil die Gefangenen auch nachts arbeiten mussten. Nach Einbruch der Dunkelheit wurden Öllampen verwendet, damit die Bauabschnitte erleuchtet waren. Im Licht der Öllampen glich das Szenario einem Höllenfeuer.

Infrastruktur:

Touristen finden nahe der Brücke am Kwai mehrere Restaurants und Imbissbuden. Zu den Highlights zählt der Besuch des schwimmenden Restaurants, welches über dem Fluss Kwai auf Holzpfählen errichtet wurde.

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