Skip to main content

Ein Besuch in Sukhothai der Wiege Thailands

Der knapp einstündige Flug von Bangkok nach Sukhothai war turbulent und ich habe mich nicht wirklich sicher gefühlt in der kleinen Maschinen der Bangkok Airways. Doch die beschwerliche Anreise habe ich gerne in Kauf genommen, denn ich will eintauchen in die Geschichte Thailands. Sukhothai wird auch die „Morgenröte der Glückseligkeit“ genannt und ist von enormer geschichtlicher Bedeutung.

Es ist Juli und schon am Morgen ist es heiß und Hitzeschwaden liegen über Sukhothai. Der Verkehr der Kleinstadt ist enorm und überall riecht man die Abgase der Auspuffwolken. An jeder Ecke stehen Reissäcke und Hunde irren durch die Gassen umher. Der Geruch von Curry und Räucherstäbchen liegt in der Luft. Hier ist nichts zu spüren von der geschichtsreichen Stätte, die einige Kilometer vor den Toren der Stadt liegt.

Ich miete mir ein Fahrrad und mache mich auf den Weg in die 45 Quadratkilometer große historische Ruine. Hier ist die Wiege des alten Thailands, das damals noch Siam genannt wurde. Die Tempel, Figuren und Denkmäler sind viele tausende Jahre alt. Man spürt die Geschichte hautnah, wenn man sich in der heißen und staubigen Luft bewegt. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurden 20 der Bauwerke von Sukhothai wieder freigelegt. Zunächst besuche ich zur Einstimmung das Museum am Eingang des Parks. Ich kämpfe gegen die Hitze und gegen die vielen Menschen, die soeben mit einem Touristenbus angekommen sind und in den Park strömen. Ich bin total fasziniert von der Atmosphäre und die Buddha-Figuren haben schon fast etwas mystisches. Am schönsten ist die Buddha-Figur im Wat Mahathat, dem früheren Königstempel von Sukhothai. Auch der sitzende Buddha im Wat Si Chum hat etwas friedliches und bewegt mich noch lange. Ich spüre die Geschichte Thailands hautnah, aber die unerträgliche Hitze trübt meine Unternehmungslust. Am frühen Nachmittag mache ich mich auf den Weg und genieße erst einmal den Saft einer Frisch geknackten Kokosnuss, die mir einer der Straßenverkäufer mit einem charmanten Lächeln reicht. Um besser gegen die Hitze anzukämpfen und um die Zufuhr von Vitaminen zu sichern, gönne ich mir ein Viertel Ananas mit gepfeffertem Zucker. Die wird stilgerecht und landestypisch mit Holzstäbchen aufgespießt.

Sukhothai

Sukhothai ©TK

Ich bin erschöpft und meine Hotelanlage liegt zum Glück in der Nähe des Parks. Das Thai-Village Hotel wartet bereits auf mich. Das Hotel ist klein aber fein und ich bin beeindruckt von der gepflegten Gartenanlage. Zudem kann ich nicht genügend Fotos machen von der Chedi mit etlichen Elefantenköpfen. Ich lasse den Abend ruhig ausklingen und ziehe mich ins Hotelzimmer zurück. Immer noch kämpfe ich gegen die Hitze an. Der Morgen bricht herein und in wenigen Stunden geht mein Rückflug nach Bangkok. Nach dem Frühstück im Hotel mache ich mich wieder auf den Weg zurück in die Stadt. Ich genieße diese Atmosphäre des ursprünglichen Thailands und bin gefangen vom bunten Treiben. Vor dem Abflug besuche ich das Nam Kang Garden Restaurant um noch etwas typisch thailändisches zu essen. Das Lokal habe ich nur zufällig entdeckt, aber es war eine gute Wahl. Das Essen ist vorzüglich die Ruhe tut gut nach dem ganzen Trubel, der in der Kleinstadt herrscht. Auch die vielen tropischen Pflanzen garantieren eine außergewöhnliche Atmosphäre.