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Kanchanaburi

Die thailändische Provinz ist nicht nur für die Brücke am Kwai, sondern auch für die artenreiche Naturlandschaft, die zerklüftete Bergwelt mit den entdeckenswerten Höhlen und die romantischen Wasserfälle bekannt. Sowohl die Provinzhauptstadt als auch das Umland warten mit zahlreichen kulturellen Highlights und freundlichen Einheimischen auf. Auf Grund der Nähe zu Bangkok stellt die Provinz ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie dar. Kanchanaburi begeistert Ausflügler, Kurzurlauber, Ruhesuchenden ebenso wie Partygäste auf den legendären Disco-Booten.

Lage:

Die rund 19.500 Quadratkilometer große Provinz liegt in der Zentralregion des Landes. Kanchanaburi, die drittgrößte Provinz des Landes, grenzt nordwestlich an Myanmar. Die Provinzhauptstadt Kanchanaburi befindet sich etwa 130 Kilometer im Westen der Metropole Bangkok.

Anreise:

Die drittgrößte Provinz kann sowohl von Bangkok als auch von den angrenzenden Provinzen aus mit den öffentlichen Verkehrmitteln binnen weniger Stunden erreicht werden.

Fortbewegung:

Um die vielfältige Landschaft, die weltbekannten Sehenswürdigkeiten und die kulturellen Highlights der Provinz auf eigene Faust erkunden zu können, empfiehlt es sich, einen Motorroller zu mieten. Unkompliziert und preiswert sind auch Fahrten in den landestypischen TukTuks oder Fahrrad-Rikschas, um nahe gelegene Highlights zu besichtigen.

Kriegs- und Kunstmuseum nahe der Brücke am Kwai:

Das War Muesum beherbergt eine private Kollektion an Uniformen, Fotos und persönlichen Gegenständen der Zwangsarbeiter und Gefangenen aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Im Kunstmuseum finden Besucher eine Vielzahl an Kunstwerken , welche die Geschichte des Landes bildlich darstellen.

Brücke am River Kwai

Brücke am River Kwai ©TK

Brücke am Fluss Kwai:

Die historische Brücke wurde während des Zweiten Weltkriegs von den Japanern errichtet. Kriegsgefangene und Zwangsarbeitern mussten von 1942 bis 1943 Tag und Nacht arbeiten, um die strategisch bedeutsame Eisenbahnlinie zu erbauen. Die Death Railway stellte während des Krieges den Nachschub an Waffen und Nahrungsmitteln sicher. Während der Bauarbeiten starben mehr mehr als 116.000 Arbeiter an Hunger, Übernstrengung ebenso wie an Tropenkrankheiten. Die japanischen Aufseher quälten die Arbeiter zu Tode. Die geschichtsträchtige Brücke stellt ein Teilstück der Todeseisenbahn nach Myanmar, dem früheren Burma, dar. Heute stellt die Death Railway ein pupuläres Ausflugsziel dar. Seit 2003 verkehren jeden Tag drei Züge auf der 1,4 Kilometer langen Strecke. Die Fahrt beginnt in Nam Tok und endet in Nam Tok Sai Yok Noi.Ein absolutes Muss stellt die Überquerung der weltbekannten Brücke am Kwai zu Fuß dar.

Gedenkstätten:

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in der Provinz mehrere Gedenkstätten errichten, auf welchen die Opfer der Death Railway begraben liegen. Der bedeutendste und größte Kriegsfriedhof liegt in der Provinzhauptstadt. Besucher können hier den über 90.000 Opfern gedenken.

JEATH War Museum:

Neben dem Kriegsfriedhof lockt das JEATH War Museum Historisch Interessierte an. Das Kriegsmuseum wurde in Form eines einstigen Gefangenenlagers aus dem Zweiten Weltkrieg errichtet. Das Museum wurde aus Bambusrohr errichtet und beherbergt unzählige Bilder aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Zudem werden auch Fundstücke exponiert. Besonders makaber sind jene Bombenteile, welche dazu beitrugen, die Brücke am Kwai zu zerstören.

Hellfire-Pass-Memorial-Museum:

Australien gab 1998 den Auftrag für den Bau dieses Museums. Besucher können von hier aus einen Ausflug zum Hellfire-Pass unternehmen und die einstigen Werkszeuge der Zwangsarbeiter kennen lernen.

Ban Kao Nationalmuseum:

Das Nationalmuseum befindet sich etwa 35 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt.
Zu den Highlights des Museums zählen rund 4000 Jahre alte Fundstücke wie Skelette, Grabbeigaben und Werkzeug aus Stein. Besucher finden hier auch steinzeitlichen Schmuck.

Wat Pa Luangta Bua:

Das Kloster wurde 1994 errichtet und stellt seither ein populäres Ziel für Touristen dar. Zu den Attraktionen des Tigertempels zählen die domestizierten Tiger, welche hier gemeinsam mit den Mönchen leben. Touristen haben hier die einzigartige Möglichkeit, die gezähmten Tiger zu streicheln und sich auf die Raubkatze zu legen. Das Freigehege mit den großen indochinesischen Tigern lockt Besucher aus der ganzen Welt an. Jeden Nachmittag können Touristen gegen Gebühr dem Training beiwohnen. Die Mönche nehmen sich den verwaisten Tigern an. Touristen haben vor Ort die Möglichkeit, die Tiger mit Bambusstangen anzulocken, jedoch ist hiervon dringend abzuraten, da bereits mehrere Unfälle dokumentiert wurden. Der Wald-Tempel liegt 37 Kilometer im Nordwesten der Provinzhauptstadt und kann auf dem Highway 323 unkompliziert erreicht werden.

Wat Tham Khao Pun:

Der Höhlentempel wurde 4 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt auf einem Hügel errichtet. Besucher können von hier aus einen atemberaubenden Ausblick auf Kanchanaburi und den Fluss Khwae Noi genießen und einen Rundgang durch die buddhistische Glaubensstädte unternehmen. Besonders sehenswert ist die Tempel-Höhle, zu welcher mehrere Räume zählen. Enge Gänge führen zu den einzelnen Räumen, welche mit wundervollen Buddha-Statuen und Abbildungen von Hindu-Göttern aufwarten. Am Eingang der Höhle erhalten Touristen gegen eine kleine Spende Zutritt zum eindrucksvollen Höhlensystem. Zu den Attraktionen zählt eine gigantische Buddha-Statue, welche im traditionell chinesischem Stil errichtet wurde. Einen Blickfang stellt auch der liegende Buddha dar.

Erawan Wasserfall:

Der besuchenswerte Wasserfall zählt mit einen sieben Kaskaden zu den schönsten Wasserfällen im südostasiatischen Raum. Die Becken, welche heute zum Schwimmen einladen, wurden von den herabstürzenden Wassermassen ausgewaschen. Naturfreunde können eine unvergessliche Wanderung zu den traumhaften Sinterterrassen unternehmen und ein Bad im smaragdblauen Wasser genießen. Empfehlenswert ist der Besuch des Wasserfalls von Montag bis Freitag, da zahlreiche Einheimische die Naturschönheit aufsuchen, um dort zu picknicken und baden.

Sri Nakarin Nationalpark:

Der Stausee wurde 1981 zum Nationalpark ernannt und begeistert mit zwei heißen Quellen, die inmitten von immergrünen Wäldern zu einem gesundheitsfördernden Bad einladen. Der 1532 Quadratkilometer große Nationalpark lockt auch mit romantischen Wasserfällen und eindrucksvollen Höhlen Naturliebhaber und Abenteurer an. In den schroffen Kalksteinbergen leben Leoparden und Zibetkatzen ebenso wie zahlreiche tropische Vogelarten und Eichhörnchen.

Kanchanaburi Monkey School:

Die Affenschule lässt die Herzen von Groß und Klein höher schlagen. Im Moment leben hier 18 Affen, welche gerettet, gepflegt und darauf trainiert wurden, auf Palmen zu klettern und Kokosnüsse zu ernten.

Elephant’s World:

Das Elephant Conservation Camp wurde vom Tierarzt Dr. Prasitpon im Jahre 2008 gegründet. Der Gründer kümmert sich um betagte und kranke Dickhäuter, welche in der Tourismusbranche keine Verwendung mehr finden. Die Elefanten können hier unter ärztlicher Auffischt ihren Lebensabend genießen. Zu den unvergesslichen Urlaubserlebnissen zählt die Arbeit als Volunteer. Touristen können an einem ein- oder mehrtägigen Projekt teilnehmen und bei der Pflege der Elefanten mithelfen. Das Camp liegt von der Provinzhauptstadt rund 30 Kilometer entfernt.

Wooden Mon Bridge:

Bei dieser Attraktion handelt es sich um die längste Holzbrücke des Landes. Diese Brücke war einst eine bedeutende Handelsverbindung mit den Bergvölkern der Mon und der Karen. Touristen können die Holzbrücke überqueren und einen einzigartigen Ausblick auf den Stausee und die traditionellen Hütten der Bergstämme genießen. Besonders empfehlenswert ist der Besuch bei Sonnenaufgang.

Freizeitangebot:

Die Provinz Kanchanaburi wartet mit einem breitgefächerten Angebot an Freizeitaktivitäten für die ganze Familie auf. Zu den Highlights zählen Ausritte auf Elefanten, welche meist durch den Regenwald führen. Hoch im Kurs stehen abenteuerliche Flussfahrten auf einem traditionellen Bambusfloß. Besonders beliebt sind Kajak-, Kanu- und Bootsfahrten auf dem berühmten River Kwai. In Kanchanaburi locken mehrere Stauseen Wasserskifahrer an. Golfer können auf einem der wundervoll angelegten Golfplätze ihr Handicap verbessern.