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Kunst & Kultur Thailands

Thailand wartet mit einem reichen kulturellen Erbe auf. Das Land des Lächelns lockt Kunst- und Kulturliebhaber mit traditioneller Architektur, eindrucksvollen Tempelanlagen und traditionellen Dörfern. Zu den kulturellen Highlights des Landes zählen auch faszinierende religiöse Stätten, Buddha-Statuen in allen Größen und Posen ebenso wie liebevolle Wandmalereien und traditionelles Kunsthandwerk.

Einflüsse:

Die traditionell thailändische Kunst wurde nicht nur durch den weit verbreiteten Buddhismus, sondern auch vom Hinduismus und Animismus geprägt. Die Thai übernahmen die Kunst und Kultur jener Volksstämme, die hier schon seit Jahrhunderten lebten. Auch China und Indien hatten einen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung des Landes.

Verhalten der Thailänder:

Die Thailänder treten Autoritäten respektvoll gegenüber. Im Land des Lächelns spielt der Familienzusammenhalt eine enorme Rolle. Die einzelnen Familienmitglieder unterstützen sich untereinander selbstlos. Die Thailänder sind für ihre Toleranz Fremden gegenüber bekannt.

Lebenseinstellung – Sanuk:

In Thailand lebt man nach dem Motto Sanuk. Darunter versteht man sowohl ein leichtes Leben als auch Spaß haben, wann immer es möglich ist. Aus diesem Grund sollten Touristen darauf bedacht sein, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Der Großteil der Thailänder versucht, komplexe Probleme zu vermeiden.

Rituale:

Touristen lernen bei einem Aufenthalt in Thailand zahlreiche fremdartige Rituale kennen.
Die faszinierenden Traditionen und die fremdartigen Religionen und nicht zuletzt der Glaube an Geister, Ahnen und Tiere machen Thailand einzigartig. In Thailand finden Touristen unzählige Möglichkeiten, den eindrucksvollen Ritualen beizuwohnen, sei es beim Besuch eines alten Bergstamms oder beim Rundgang durch ein traditionelles Dorf. Thailand-Urlauber können die Rituale nicht nur entdecken, sondern auch selbst miterleben.

Kunst & Kultur Thailands

Kunst & Kultur Thailands ©TK

Kunsthandwerk:

Das thailändische Kunsthandwerk hat sich einen weltweiten Namen gemacht. Kunstinteressierte finden eindrucksvolle Ikonografien aus dem Hinduismus und Buddhismus. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Buddha-Figuren in den unterschiedlichsten Größen. Die liebevoll gefertigten Buddha-Statuen stellen sowohl für die Mönche als auch die Buddhisten ein Lehrmittel dar. Liebhaber der Handwerkskunst finden in Thailand preisgünstige Holzschnitzereien und Darstellungen von Tieren. Sehr häufig werden Schlangen und Drachen dargestellt. Zu den beliebtesten Motiven zählen auch Vögel und Lotusknospen.

Malerei:

Früher verstand man unter der bildenden Kunst ausschließlich Gemälde, welche die Tempelwände zierten. Die Künstler des alten Thailands schmückten die Wände mit detailreichen Abbildungen von Buddha. Im 19. Jahrhundert unterlag die Malerei einem Wandel.
Die Maler der damalige Zeit schufen grandiose Meisterwerke, Buddha stellte nicht mehr das einzige Motiv dar und die Temperafarben gewannen an Bedeutung. Touristen finden die bekanntesten Werke in der Tempelanlage Wat Suthat in Bangkok. Mit wundervolle Wandmalereien wartet auch der Tempel Wat Suwannaram in Thonburi auf. Zu denn bedeutendsten Künstlern der traditionellen Malerei zählen Fua Hariphitak und Sanit Dispandha. Weitere bedeutende Vertreter sind Chalerm Nakeeraksa und Tawee Nathakwang.

Zeitgenössische Kunst:

Heutzutage erfreut sich die zeitgenössische Kunst großer Beliebtheit und sie gewinnt immer mehr an Bedeutung. Im Jahre 2009 eröffnete in Bangkok das sehenswerte Arts and Cultural Centre. Besucher können sich hier einen Überblick über die lebendige Kunstszene der Metrolope verschaffen. Kulturinteressierte zieht es auch in den Norden des Landes, da sich Chiang Mai als lebhaftes Zentrum zeitgenössischer Kunst einen Namen gemacht hat. Die bekanntesten Vertreter der thailändischen zeitgenössischen Kunst sich Chakrapan Posayakrit und Tawan Dachanese. Zu den bedeutendsten Gegenwartskünstlern zählt auch Chalermchai Kositpipat. Die thailändische Kunst ist von der Religion, dem Königshaus und den lokalen Besonderheiten geprägt. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt auch der Einfluss der Nachbarländer. In der thailändischen Malerei spielt der menschliche Kopf eine Große Rolle, da dieser als bedeutendstes und beinahe unberührbares Körperteil angesehen wird.

Theater:

Kulturliebhaber können sich auf eine einzigartige Theatertradition freuen, die eine Kombination aus athletischen Tänzen, aufwendigen und farbenprächtigen Kostümen und verschiedenste Möglichkeiten der Wiedergabe von Texten dar. Zu den besonderen Attraktionen zählt der Besuch eines Schatten- oder Maskentheaters.

Geisterhäuschen:

Bei einem Aufenthalt in Thailand ziehen die zahlreichen Geisterhäuschen die Blicke auf sich. Die kleinen Häuschen in Form eines buddhistischen Tempels oder traditionellen Hauses werden von Geisterbeschwörern exakt dort positioniert, wo der Schutzgeist leben möchte.
genau dort wohnen kann, wo er möchte. großteils auf Pfosten errichtet. Die aus Holz oder Zement gefertigten Geisterhäuschen werden mit Schnitzereien geschmückt und liebevoll bemalt. Die Thailänder opfern ihren Schutzgeistern täglich Lebensmittel, Getränke, Kerzen und Blumen, einerseits, um die Schutzgeister wohlwollend zu stimmen, andererseits um die Harmonie zu bewahren. Zu den täglichen Ritualen der Gläubigen zählt auch das Entzünden von Raücherstäbchen.

Blumenarrangements:

Thailand ist für seine prächtigen Blumenarrangements bekannt, die einem Kunstwerk gleichen. Die farbenprächtigen Blumen, deren Natürlichkeit es zu verbergen gilt, sind streng angeordnet. Touristen können die einzigartigen Gestecke in buddhistischen Tempeln oder Geisterhäuschen bewundern. Die Buddhisten erhoffen sich durch diese Opfergabe Gesundheit, die Erfüllung von Wünschen und das Erreichen persönlicher Ziel. Hervorzuheben sind die sozial und religiös bedeutsamen Malai-Kränze, die vorwiegend aus weißen Jasminblüten und lila Orchideen kunstvoll arrangiert werden. Touristen finden die wundervollen Kränze in den meisten Taxis und auf Longtailbooten. Zu den absoluten Meisterwerken gehören die Krathong-Arrangements, welche zu den besonderen Attraktionen des Lichterfestes zählen. Diese Blumenarrangements gleichen kleinen farbenfrohen Booten.

Klassische Musik:

Bis ins 20. Jahrhundert existierte in der thailändischen klassischen Musik keine Notenschrift. Die Basis für die etwas gewöhnungsbedürftige Musik stellen die fünf Tonstufen dar.

Tänze:

Kulturbegeisterte sollten sich den Besuch einer thailändischen Tanzvorführung nicht entgehen lassen. Tickets für den Khon, den bekanntesten klassische Maskentanz, werden in großen Hotels und in den Reisebüros vor Ort offeriert. Bis ins 19. Jahrhundert war es ausschließlich Männern erlaubt, sich durch Gesten und einer starken Mimik beim Tanz auszudrücken. Kulturbegeisterte, die auf graziöse und äußerst vielfältige Bewegungen Wert legen, sollten eine Lakhon-Tanzaufführung besuchen. Das bedeutendste Ausdrucksmittel stellen die Hände der klassischen Tänzerinnen dar. Lange, spitz auslaufende Fingernägel aus Metall unterstreichen die variantenreichen Bewegungen der Finger.

Thaiboxen:

Die rund 2000 Jahre alte Kampfsportart Muay Thai diente einst der Verteidigung im Krieg. Heutzutage erfreut sich Thaiboxen sowohl bei Thailändern als auch bei Touristen großer Beliebtheit. Sportlich Interessierte sollten sich keinesfalls einen traditionellen Thai-Boxkampf entgehen lassen.

Musik:

Die klassische Musik ist in Thailand speziell strukturiert, die Melodieführung ist gewähnungsbedürftig, jedoch interessant und auch der Rhythmus ist fremdartig. Besonders empfehlenswert ist der Besuch einer Tanzvorführung, die von klassischer Musik untermalt wird. Nach Einbruch der Dunkelheit laden zahlreiche Karaoke-Bars Einheimische und Touristen zu einem kleinen Ständchen ein.

Begegnungen und Verhalten in der Öffentlichkeit:

Die Thailänder legen zur Begrüßung die Handflächen zusammen, halten diese vor die brust und verbeugen sich. Touristen sollten es vermeiden, im Gespräch die Stimme zu erheben oder zu schimpfen. Unbedachtes Anfassen ist zu unterlassen, um die Thailänder nicht zu beleidigen. Ein absolutes Tabu sollte der Kopf des Gegenübers darstellen, da dieser für die Gläubigen heilig ist. Wird ein buddhistischer Mönch von einer Frau berührt, so muss sich dieser einem aufwendigen Reinigungsritual unterziehen. Auch auf das Küssen sollten Touristen in der Öffentlichkeit verzichten. Die pflichtbewussten und stolzen Bewohner Thailands sind ihrem König treu ergeben und dulden keine negativen Äußerungen über das Königshaus. Vor dem Betreten eines Tempels oder Wohnhauses müssen die Schuhe ausgezogen werden. Es ist auch wichtig, sich korrekt und sauber zu kleiden. Um nicht zum Gespött der Thailänder zu werden, sollten Bikinis und freizügige Tops ausschließlich nahe des Strandes getragen werden.