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Lampang

Die thailändische Provinz erstreckt sich über das Flusstal des Wang und lockt nicht nur Naturliebhaber, sondern auch Kulturinteressierte und Ruhesuchende an. Noch heute erinnern unzählige archäologischen Zeugnisse und wundervolle Bauwerke an die antiken Hochkulturen. Die historisch bedeutende Stadt wurde im 7. Jahrhundert nach Christus gegründet. Die am Fluss Wang gelegene Provinzhauptstadt bietet einen Einblick in die lange Besiedlungsgeschichte und die Kultur der Mon und Lanna. Für Touristen stellt Lampang einen wichtigen kulturellen Knotenpunkt dar.

Die Provinzhauptstadt ist reich an gut erhaltenen buddhistischen Tempelanlagen, die eine Kombination aus traditionell thailändischer Baukunst und birmanischen Einflüssen darstellen. Die historischen Pferdekutschen stellen ein wichtiges Transportmittel in Lampang dar und sind heute in ganz Thailand einzigartig. Die Provinzhauptstadt wartet mit einer entspannten Atmosphäre, der traditionellen Lebensart der Einheimischen und zahlreichen kulturellen Attraktionen auf.

Lage:

Die etwa 12.500 Quadratkilometer große Provinz liegt im Norden von Thailand. Lampang befindet sich rund 100 Kilometer im Südosten von Chiang Mai. Bangkok liegt rund 600 Kilometer südlich von Lampang.

Anreise:

Touristen, die von Bangkok aus mit dem Leihwagen anreisen, fahren bis Nakhon Sawan auf dem Highway 32. Von dort aus führt führt der Highway 1 bis nach Lampang. Von Bangkok aus verkehren täglich Busse und Züge bis nach Lampang. Die Provinz wartet mit einem regionalen Flughafen auf, der sowohl von Bangkok Airways als auch von PB Air angeflogen wird.

Geographie:

Die Provinz erstreckt sich über die Ebene des Flusses Maenam Wang. Lampang ist von dichten Wäldern und einer imposanten Gebirgslandschaft umgeben. Im Westen wird die Provinzhauptstadt vom Khuntan Gebirge begrenzt, östlich stellt die Pi-Pan-Num Berge die natürliche Grenze dar.

Lampang

Lampang ©TK

Klima:

In Lampang herrscht ein ziemlich trockenes Klima. Während der verhältnismäßig kühlen Wintermonate November bis März ist es meist trocken und sonnig. Die Temperaturen klettern im Winter nicht sonderlich hoch. Es kann vorkommen, dass die Temperaturen in der Nacht unter 10 Grad liegen. Sonnenhungrige können sich von März bis Juni auf Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad freuen. Am Nachmittag sind Regenschauer und Stürme keine Seltenheit, jedoch sind diese meist nicht von langer Dauer. Von Juni bis November fallen die meisten Niederschläge, da die Provinz jedoch außerhalb der heftigen Monsumwinde liegt, sind Überschwemmungen während der regenreichen Periode äußerst selten.

Lampang:

Die Provinzhauptstadt, die drittgrößte Stadt im Norden des Landes, kann auf eine interessante Geschichte zurückblicken. Die im 7. Jahrhundert gegründete Stadt zählte einst zum Reich der Mon und der Lana. Bei einem Stadtbummel ziehen die geschichtsträchtigen Bauwerke und die buddhistischen Tempel die Blicke auf sich. Parallel zum Fluss verläuft die Straße Talat Gao, die auch unter der Bezeichnung Old Market Road bekannt ist. Einst war diese bekannte Straße das bedeutendste Geschäftszentrum der Provinzhauptstadt. Bei einem Rundgang können historische Wohnhäuser im traditionellen Lanna-Stil und typisch chinesische Läden bewundert werden.

Kutschfahrten:

Das Stadtbild wird von zahlreichen Pferdekutschen geprägt. Vor Ort werden Touren zu den bekanntesten Tempelanlagen der Stadt oder zu den Märkten preisgünstig angeboten. Besonders beliebt sind Kutschenfahrten entlang der historischen Häuser und des Flussufers.

Wat Phrathat Lampang Luang:

Im Südwesten der Provinzhauptstadt lockt die aus dem 7. Jahrhundert stammende Tempelanlage Gläubige und Touristen an. Rund 18 Kilometer von Lampang entfernt, thront Wat Phrathat Lampang Luang auf einem Hügel. Das sakrale Bauwerk zählt zu den ältesten und am besten erhaltenen Tempelanlagen des Landes. Die buddhistische Glaubensstädte zeugt von der hohen Baukunst der Lan Na und wartet mit wundervollen Wandgemälden auf, die im 19. Jahrhundert geschaffen wurden. Hohe und dicke Mauern umgeben die Gebetsstätte der Buddhisten, welche den Bewohnern in Notzeiten Schutz bot. Zu den besonderen Highlights der Temepelanlage zählen wundervolle Naga-Treppen, goldene Devada-Figuren und eine 45 Meter hohe Chedi aus dem 15. Jahrhundert. Die detailreich verzierten Tore und Türen ziehen ebenso die Blicke auf sich wie die gut erhaltenen Wandmalereien im zentralen Wiharn. Die dicke Mauer umgibt den gesamten Sakralbereich. Einen wundervollen Anblick bieten die, mit Schnitzereien verzierten, Dächer. Das Zentrum des Tempelhofs bildet die gigantische Chedi. Der aus dem 13. Jahrhundert stammende Viharn Luang gleicht einer offenen Halle. Zu den Highlights zählt die aus dem 16. Jahrhundert stammende Buddha-Statue. Im Südwesten des Tempelkomplexes lockt der rund sieben mal fünfzehn Meter große Bot Tempelbesucher an. Ein weiteres Highlight in der südwestlichen Ecke ist der Mondop, welcher einen Fußabdruck Buddhas aus dem 12. Jahrhundert beherbergt.

Wat Phra Kaeo Don Tao:

Diese eindrucksvolle Tempelanlage wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Wat Phra Kaeo Don Tao hat sich mit den wundervollen Holzschnitzereien einen Namen gemacht. Im 15. Jahrhundert beherbergte die buddhistische Glaubensstätte den renommierten Emerald-Buddha. Heute erinnert ein Elefant aus Ton an das einst hier aufbewahrte Nationalheiligtum, welches gegenwärtig im Tempel Wat Phra Kaeo beherbergt wird. Die besondere Attraktion der Tempelanlage ist eine Chedi, in welcher angeblich ein Haar von Buddha bewundert werden kann. Tempelbesucher sollten sich keinesfalls den Wiharn entgehen lassen, da der Versammlungsraum der buddhistischen Mönche von einer wunderschönen knieenden Buddha-Figur geschmückt wird. Interessierte finden im Museum mehrere geschichtsträchtige Ausstellungsstücke, die an die Zeit der Lanna erinnern.

Wat Si Rong Mueang:

Die Tempelanlage im burmesischen Stil wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Westen der Provinzhauptstadt errichtet. Einen wahren Blickfang stellt das Dach des sakralen Bauwerks dar, da sich die Giebel, der burmesischen Architektur entsprechend, überlappen. Tempelbesucher können sich auf kunstvolle Holzschnitzereien und farbenprächtige Mosaike aus Glas freuen.

Wat Pha Fang:

An der Straße Sanam Bin gelegen, lockt der buddhistische Tempel im burmesischen Stil Gläubige und Touristen an. Das buddhistische Kloster wurde im 19. Jahrhundert erbaut und sorgt mit der goldenen Chedi für Begeisterung. Nicht nur dieses burmesische Relikt, sondern auch die aus Holz errichtete Gebetshalle ziehen die Blicke der Tempelbesucher auf sich.

Wat Si Chum:

Touristen finden die Tempelanlage in der Straße Si Chum in Lampang. Zu den besonderen Attraktionen zählen die Ordinationshalle und das kunstvoll geschnitzte Stufendach im burmesischen Stil. Die durch einen Brand zerstörte Gebetshalle wurde Ende des 20. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Die Außenwände der neu errichteten Gebetshalle werden von Wandmalereien geschmückt, welche nicht nur das Feuer, sondern auch den Wiederaufbau darstellen. Auch heute noch stellt der Tempel Wat Si Chum die Heimat für mehrere buddhistischen Mönche dar.

Wat Rong Mueag:

Die birmanische Tempelanlage wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Westen der Provinzhauptstadt errichtet. Tempelbesucher können die typisch birmanische Giebeldächer und liebevoll gefertigte Holzschnitzereien bewundern. Dieser faszinierende Baustil ist auch von farbenfrohen Glasmosaiken geprägt.

Wat Chedi Sao:

Tempelbesucher finden die buddhistische Glaubensstätte rund 5 Kilometer außerhalb der Provinzhauptstadt. Der Tempel hat sich mit den 20 weißen Chedis einen Namen gemacht. Nicht nur die Chedis, auch die Buddha-Statue im Tempelinneren zeugt vom birmanischen Stil der Lanna.

Wat Pongsanuk Tai:

Der im Lanna-Stil errichtete Tempel lädt in der Straße Pongsanuk zur Besichtigung ein. Besonders sehenswert sind die Chedi und der Mondop aus Holz.

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