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Pai

Die Kleinstadt Pai wartet mit einer breiten Palette an kulturellen und sportlichen Aktivitäten für die ganze Familie auf. Wundervolle Tempelanlagen warten darauf, entdeckt zu werden. Zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen zählen romantische Wasserfälle und heißen Quellen. Die malerische Landschaft, die artenreiche Flora und die breit gefächerte Tierwelt locken Naturfreunde und Tierliebhaber an. Das Hochplateau ist für seine zahlreichen Wanderwege inmitten der tropischen Landschaft bekannt. Die entspannte Atmosphäre der verschlafenen Kleinstadt und die preisgünstigen Unterkünfte locken Backpacker an. Für das leibliche Wohl sorgen mehrere Restaurants. Touristen und Einheimische schätzen die kühleren Temperaturen, die frische Luft und die sattgrüne Hügel- und Berglandschaft.

Lage:

Die charmante Stadt am Fluss Pai liegt 80 Kilometer im Nordosten von Chiang Mai. Die Straße führt vorbei an einer reizvollen Hügel- und Berglandschaft, die von Reisfeldern und traditionellen Dörfern dominiert wird. Pai liegt in der Provinz Mae Hong Son, die nicht weit von der Grenze zu Myanmar entfernt ist. Auf einem fruchtbaren Hochtal gelegen, ist Pai von sattgrünen Reisfeldern und Plantagen umgeben, an die eine Kette von Hügeln grenzt. Auf Grund der Abgeschiedenheit können Touristen die Ruhe genießen und das traditionelle Alltagsleben der Thais kennen lernen. Pai, die verschlafene Kleinstadt, stellt ein Eldorado für Rucksacktouristen und Individualreisende dar.

Anreise:

Seit 2007 werden jeden Tag mehrere billige Flüge vom Chiang Mai International Airport nach Pai offeriert. Die Fahrt mit dem Bus dauert von Chiang Mai aus etwa vier Stunden. Öffentliche Busse und Kleinbusse bieten täglich preisgünstige Fahrten an. Touristen können auch mit dem Mietwagen anreisen und den Norden des Landes erkunden. Die Straße wurde während der letzten Jahre an einigen Stellen verbessert. Von Chiang Mai aus führt die 107 nach Mae Malai, wo sich die Abzweigung auf die 1095 befindet.

Pai

Pai @iStockphoto/Padsaworn Wannakarn

Geschichte:

Das Hochtal ist seit über 5000 Jahren besiedelt. Mehr als 2000 Jahre lang prägte der Volksstamm der Lua das heutige Pai. Auch heute noch leben einige ethnische Stämme in den traditionellen Dörfern, die nur 20 Kilometer von der Kleinstadt entfernt sind. Die ersten Aufzeichnungen des Hochtals gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, als die Siedlung Ban Wiang Nuea gegründet wurde, die rund drei Kilometer im Norden von Pai liegt.

Wat Chong Kham:

Der im Jahre 1827 errichtete buddhistische Tempel ist nicht nur Anziehungspunkt für Gläubige, sondern auch für Touristen. Zu den Attraktionen der Tempelanlage zählt die bekannte Buddha- Statue Luang Poh To. Bei einem Rundgang zieht auch die 1860 erbaute Chedi die Blicke auf sich. Einen Besuch wert ist das Museum, in welchem eine umfangreiche Kollektion an Holzfiguren bewundert werden kann.

Wat Phra That Doi Kong Mu:

Die Tempelanlage wurde 1874 auf einer Anhöhe errichtet und begeistert mit zwei weißen Chedis, die von der Baukunst der Burmesen zeugen. Von diesem Tempel bietet sich ein herrlicher Ausblick auf Mae Hong Son.

Wandern:

Pai stellt ein beliebte Basis für Wanderer dar, welche die umliegende Hügellandschaft und Bergwelt beim Wandern oder Trekking entdecken möchten. Ein unvergessliches Erlebnis stellt eine Wanderung zu den Bergvölkern dar.

Bergvölker:

Rund um Pai haben sich vor mehreren hundert Jahren zahlreiche ethnische Volksstämme angesiedelt. Einige dieser Bergvölker laden zu einem Besuch ein. Interessierte können Wanderungen zu den Bergvölkern unternehmen und das bescheidene und harte Alltagsleben der Karen und Hmong kennen lernen. Das bekannte Bergdorf der Lahu ist rund 56 Kilometer von Pai entfernt. Touristen können die traditionellen Trachten und Stelzenhäuser bewundern.
Zu den besonderen Attraktionen zählt der Besuch der Langhals-Karen. Das Long Neck Village Huay Pu Keng kann mit einem gecharterten Longtailboot erreicht werden. Die Fahrtzeit für eine Strecke liegt bei einer halben Stunde. Zu den Highlights des traditionellen Dorfes zählen die Mädchen und Frauen, deren Hälse von Ringen gestreckt werden. Auch der Bergstamm der Lisu heißt Touristen herzlich willkommen. Vor Ort werden organisierte Touren mit ortskundigen Guides angeboten.

Ausflüge zu den Wasserfällen:

Der gut zugängliche Mo Paeng Wasserfall stellt ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie dar. Badespaß ist im Naturpool unter dem Wasserfall Mo Paeng garantiert. Von den glatten Felsen aus kann man in das Wasserbecken rutschen und im tiefen Wasser schwimmen. Ein lohnenwertes Ziel stellt auch der Wasserfall Mae Yen dar, der rund 5 Kilometer außerhalb von Pai Einheimische und Touristen anlockt.

Reiten auf Elefanten:

Die malerische Landschaft, in welche die Kleinstadt eingebettet ist, kann auf dem Rücken der Dickhäuter erkundet werden. Nicht nur die Herzen der Kinder werden beim Elefantenreiten höher schlagen. Am Rande der ruhigen Stadt bieten mehrere Elefantencamps Touren unterschiedlicher Dauer an. Das Ende der Tour stellt meist das Elefantenbad im Fluss Pai dar.

Hot Springs:

Die heißen Quellen zählen zu den populärsten Attraktionen des Hochtals. Touristen gelangen auf einem kleinen Weg zu den schwefelhaltigen Becken, die mit 50 bis 60 Grad warmen Wasser gefüllt sind. Zur Anlage zählen mehrere Saunen und vor Ort werden auch wohltuende Massagen angeboten.

Fluss Pai:

Abenteuerlustige können auf dem Fluss eine unvergessliche Wildwasser Raftingtour unternehmen. Der Flussabschnitt zwischen Mae Hong Son und der Kleinstadt stellt ein Eldorado für Freunde des Raftingsports dar. Geführte Touren können direkt vor Ort gebucht werden.

Angeln:

Ein wenig außerhalb von Pai befinden sich mehrere Fischteiche mit einer hohen Population an exotischen Fischen, welche passionierte Angler anlocken. Es besteht die Möglichkeit, das Equipment und die Köder für mehrere Stunden oder Tage zu mieten. Nach einem erholsamen Tag laden einfach ausgestattete Bungalows zur Übernachtung ein.

Mountainbiken:

Die hügelige Landschaft stellt ein Eldorado für Mountainbiker dar. Sportlich Aktive können die intakte Naturlandschaft auf dem Drahtesel erkunden. Es besteht die Möglichkeit, Fahrräder in Pai zu entleihen.

Erkundungstouren mit dem Motorrad:

Touristen können in Pai ein Motorrad mieten und die Umgebung auf eigene Faust erkunden. Besonders empfehlenswert sind Fahrten zu den sattgrünen Reisfeldern und in höher gelegene Regionen, um einen atemberaubenden Ausblick auf die verträumte Kleinstadt mitten im Grünen zu genießen.

Unterkunft:

Die kleine Stadt wartet mit mehr knapp 400 Übernachtungsmöglichkeiten unterschiedlicher Preisklassen auf. Backpacker finden in Pai eine Vielzahl an preisgünstigen Übernachtungsmöglichkeiten. Einfach ausgestattete Holzbungalows kosten zum Teil weniger als zehn Euro pro Nacht. Touristen, die Wert auf Komfort legen, finden in der Kleinstadt eine Hand voll gute Hotels. Besonders romantisch ist die Übernachtung in einem Bungalow direkt am Fluss Pai.

Shopping:

Am Mittwoch abend lädt der lokale Nachtmarkt zu einem Bummel ein. Zudem können Touristen jeden Tag den Nachtmark besuchen, der bis bis 23 Uhr zum Shoppen einlädt. Einheimische Verkäufer und Stammesangehörige offerieren unter freiem Himmel exotische Früchte, selbst angebautes Gemüse, thailändische Lebensmittel und fremdartige Gewürze. Für das kulinarische Wohl sorgen kleine Garküchen, in welchen lokale Spezialitäten zubereitet werden. Auch der Muang Pai Markt ist einen Besuch wert. Jeden Nachmittag verkaufen hier Frauen der Volksstämme Tai und Hmong selbst angebaute Früchte und frisches Gemüse der Region. Vor Ort werden schmackhafte und billige Speisen wie Fleischspieße und Curryvariationen zubereitet.

Höhle Tham Nam Lod:

Die besuchenswerte Höhle liegt am Highway 1095, 45 Kilometer von Pai entfernt. Die rund 600 Meter lange Höhle beeindruckt mit bizarren Felsformationen, funkelnden Stalaktiten und Stalagmiten ebenso wie mit einem Fluss. Zu Tham Nam Lod zählen drei Kammern, in welchen zahlreiche archäologisch bedeutende Funde gemacht wurden. Besonderen Eindruck hinterlassen die prähistorischen Felsmalereien und die rund 20 Meter hohen Kalkstein-Säulen. In der Geisterhöhle ziehen Särge aus Bambus und Überreste von alten Skeletten die Blicke auf sich.
Die Erkundung der Tham Nam Lod Höhle ist ausschließlich mit einem lokalen Guide erlaubt. Für die Höhlentour sollten rund 90 Minuten einberechnet werden. Die Tour beginnt mit einer aufregenden Floßfahrt, um in das Innere der Höhle zu gelangen. Das Innere der Höhle wird zu Fuß erkundet. Es wird empfohlen, festes Schuhwerk zu tragen, da die Steine sehr rutschig sind. Der Preis für die organisierte Höhlentour inkludiert die Fahrt mit dem Bambusfloß und beträgt rund 8 Euro pro Person.