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Pattaya

Pattaya ist ein Urlaubsort in Thailand und gehört noch nicht zu den bekanntesten, wohl aber zu den beliebtesten Touristenzentren des Landes. Die kleine Stadt selbst bietet viel Schönes und Aufregendes zum Entdecken. Wem das noch nicht genug ist, der kann Ausflüge ins Umland unternehmen. Langweilig wird es nie.

Pattaya liegt an der östlichen Küste des Golfs von Thailand. Bis zur Hauptstadt Bangkok sind es gute 160 km. Stress und Hektik dringen nicht bis Pattaya vor. Pattaya gehört verwaltungstechnisch zur Provinz Chonburi, die ein wichtiger Teil Zentralthailands ist.

Das Klima wird vom tropischen Monsun bestimmt. Während es von November bis Februar sehr trocken und mit etwa 25°C angenehm warm ist, wird es ab Mai sehr heiss und der Monsun bringt sehr viel Feuchtigkeit. Die Temperaturen erreichen ohne Probleme 40°C und durch den vielen Regen steigt die Luftfeuchtigkeit auf über 75%. Für Europäer ist diese Zeit denkbar anstrengend und sehr ungewohnt. Von Juni bis Oktober wird es dann sozusagen „noch schlimmer“. Es fällt weiter sehr ergiebiger Regen. Die Luftfeuchtigkeit steigt sogar auf 90%, wohingegen die Temperaturen etwas zurückgehen, aber immernoch bei etwa 30 bis 35°C liegen. Angesichts dessen kann man sich leicht vorstellen, dass die günstigste Saison für einen Thailandurlaub darum zwischen November und Februar liegt. Wenn bei uns Winter ist, lockt die Sonne sowieso am meisten.

Das heutige Pattaya entwickelte sich erst in den 60er Jahren aus einer ehemaligen Militärbasis. Die dort stationierten Soldaten nutzten die langen Strände zum Ausruhen. Nach dem Krieg erhielt sich der positive Ruf der Gegend und zog Investoren und Hotelbesitzer an. Besonders in den 80ern schossen Hotels und große Ressorts wie Pilze aus dem Boden. Heute ist Pattaya eine gute Alternative zu den bekanntesten Zentren wie Ko Samui oder Phuket. Es ist noch nicht zu überlaufen und bietet Hotels mit gehobenen Standards und exzellentem Service. Leider hängt dem Badeort aus den frühen 90er Jahren mitunter noch ein Schmuddelimage an, aber Pattaya hat mit Sextourismus und käuflicher Liebe schon lange nichts mehr zu tun. Reiseveranstalter und die Anbieter der Region versuchen verstärkt diesen Irrtum zu entkräften.

Pattaya

Pattaya @iStockphoto/Jorgen Udvang

Die meisten Touristen kommen sicherlich wegen der traumhaften Strände nach Pattaya. Weißer Sand, leichte Wellen und blauer Himmel üben eine unwiderstehliche Anziehung aus. Pattaya Beach liegt direkt in der Stadtmitte und kann von den meisten Hotels und touristischen Einrichtungen leicht erreicht werden. Natürlich kann man sich nicht nur von der Sonne braten lassen, das sportliche Angebot ist sehr attraktiv. Jet-Ski, Surfen oder Speedboot Touren sind nur einige Beispiele. Pattaya ist übrigens auch ein Lieblingsziel der Golfspieler, denn es gibt ungefähr zehn verschiedene Plätze. Im Süden grenzt der Pattaya Beach direkt an das Viertel mit dem aktivsten Party- und Nachtleben. Dieser Abschnitt ist meist Jugendlichen und größeren Gruppen vorbehalten, die Tag und Nacht ihr Leben mitunter sehr lautstark geniessen. Familien sind im Jomtien Beach besser aufgehoben. Dieser ist etwas abgelegener, aber durch eine Straße auch leicht zu erreichen. Die Gegend ist wesentlich ruhiger und das Straßenbild wird von kleinen Strandhäusern geprägt. Allerdings steht in dieser Gegend auch ein Wahrzeichen Pattayas, der Pattaya Park Tower. Das ist ein großes Ressort Hotel mit 56 Stockwerken. In der Zukunft soll sogar ein ähnliches Gebäude mit 91 Etagen entstehen.

Wer es noch abgeschiedener mag, sollte die Fahrt nach Ko Lan antreten. Das ist eine kleine Insel vor der Küste. Mit dem Speedboot oder einer Fähre ist sie leicht zu erreichen. In der Regel ist es dort wesentlich ruhiger, sehr sauber und es gibt einen besonders feinen und weichen Sand.

Auch abseits der Strände und Shoppingmeilen müssen Sie sich nicht langweilen. Es gibt zum Beispiel viele verschiedene Freizeitparks. Dabei haben Sie die freie Auswahl zwischen dem Pattaya Park, einem klassischen Vergnügungspark mit Fahrgeschäften und Zuckerwatte, oder einem der kleineren Anbieter, die sich Tieren und Pflanzen der Region widmen. So können Sie Tiger bestaunen oder seltene Orchideen, Schmetterlinge oder Elefanten.

Im Norden Pattayas findet man große Gegensätze. Während in Na Kluea kleine Holzhäuser und enge Gassen Charme versprühen, reihen sich an der Beach Road teure Hotels aneinander. Na Kluea heisst übersetzt Salzfelder, was auf die Haupteinnahmequelle der letzten Jahrzehnte anspielt. Das Salz wurde in großflächigen Anlagen aus dem Meerwasser gewonnen und brachte der Region reichen Handel und damit Wohlstand. Noch heute sind die Einwohner von Na Kluea stolz und erhalten ihre traditionellen Restaurants und Handwerke mit viel Liebe und Engagement. Die Beach Road führt ins Mekka der Touristen. Nicht nur elegante Hotels und teure Restaurants, auch Clubs, Bars, Shoppingcenter und Läden aller Art laden zum Verweilen ein.

Pattaya ist in der Infrastruktur des Landes sehr gut angebunden. Schnellstraßen führen in alle großen Städte. So können Sie leicht Ausflüge unternehmen, denn in der Gegend gibt es viele Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel Wat Yansangwararam, eine alte buddhistische Tempelanlage, oder einen der Floating Markets. Das sind Märkte für alle nur vorstellbaren Waren, die in Booten auf dem Wasser abgehalten werden. Das Thai House Restaurant informiert über die Kultur und die Traditionen des Landes und macht Besucher auch mit Tänzen und Gebräuchen bekannt.