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Phuket

Die Einheimischen bezeichnen Phuket auch als die „Perle des Andamanen-Sees“. War die größte Insel Thailands noch bis vor zwanzig Jahren weitgehend unbekannt, so gehört sie mittlerweile zu dem beliebtesten Urlaubszielen dieses Landes. Ihre einmalige Lage im Andamanischen Meer und ihre Nähe zum Äquator garantieren ein äußerst günstiges und beständiges Klima. Die Temperaturen schwanken hier zwischen 25 und 37 Grad, das Wasser ist in der Regel nicht kälter als 26 Grad.

Wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung Phukets war ihre günstige Lage – die Insel befindet sich am traditionellen Handelsweg zwischen Indien und China. So spielte sie schon in früheren Zeiten als Handelsplatz eine bedeutende Rolle. Portugiesen, Engländer, Franzosen und Holländer, die damals berühmtesten Seefahrer und Handelsvölker ließen sich hier nieder, um Handel zu treiben. In sofern waren die Insel und seine Bewohner vielen fremden Einflüssen ausgesetzt, die durchaus ihre Spuren hinterlassen haben. Heute leben vor allem viele Chinesen in Phuket.

In Phuket werden überwiegend Kautschuk- und Kokosbäume angebaut. Riesige Plantagen prägen das Landschaftsbild dieser Insel. Sie verfügt auch über sehr hohe Zinnvorkommen, was zu seinen wichtigsten Exportartikeln zählt. Aber der bedeutendste Wirtschaftsfaktor ist heute der Tourismus. Wie schon erwähnt, wuchs diese Branche in den letzten Jahrzehnten rasch an. Das Klima, die wunderschönen Strände, das türkisblaue Meer, die liebliche hügelige Landschaft des Inselinneren, die freundlichen Menschen – die Liste könnte immer so weiter geführt werden.

Nachtmarkt auf Phuket

Nachtmarkt auf Phuket ©TK

Die beliebtesten Orte befinden sich überwiegend an der Westküste der Insel, Patong, Karon, Kata oder Phutek City, um nur einige zu nennen. Sie bieten das, was die meisten Urlauber hier suchen, Meer und kilometerlange Sandstrände. Ob man nur faul in der Sonne braten oder die vielen Freizeitangebote wahrnehmen möchte, für jeden ist etwas dabei. Vor allem die Wassersportler kommen hier ganz auf ihre Kosten. Schwimmen, Surfen, Schnorcheln oder Tauchen – alles ist hier möglich. Das glasklare Wasser, eine üppige Unterwasserflora und -fauna und eine leichter Brise bieten hierzu ideale Voraussetzungen, um einen unbeschwerten Urlaub zu erleben. Viele große Hotelanlagen verfügen über Tennisplätze oder bieten Golfkurse an, es werden auch zahlreiche Sightseeing-Touren organisiert. Sie können sich ein Boot mieten, und die kleinen Nachbarinseln abfahren oder die Insel per Rad, Auto oder Motorrad auf eigene Faust erkunden.

Eine weitere Möglichkeit, sich die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten dieser Insel zu erschließen wäre eine ausgedehnte Wandertour, denn nicht nur im Wasser sprießt und kriecht es. Die hügelige Landschaft der Insel ist mit Urwald bewachsen, der voll von exotischen Vogel- und Tierarten ist. Der einzig erschlossene tropische Regenwald liegt im Norden der Insel, in dem Khao Phra Thaeo Nationalpark. Man kann den Nationalpark allein erkunden, aber man hat natürlich mehr davon, wenn ein ortskundiger Führer die Sache in die Hand nimmt. Neben seiner typischen Flora und Fauna gibt es dort den imponierenden Ton Sai Wasserfall zu bestaunen. Er ist 250m hoch und über eine steinerne Treppe zu erklimmen. Ein zweiter Wasserfall, der Bang Bae Wasserfall, liegt etwas nordöstlicher. Er ist relativ flach und gerade bei den Einheimischen als Badegelegenheit sehr beliebt. Auf dem Weg dorthin kommt man an dem Nationaldenkmal Phukets vorbei, das „Heroine-Monumet“. Es stellt zwei Frauen namens Chan und Mook dar, die im 18. Jahrhundert wesentlich zur Verteidigung des Landes gegen Burma beigetragen haben. Ganz in der Nähe gibt es das berühmte Gibbonreservoir. Hier versucht man, Gibbonaffen, die in Thailand gejagt und domestiziert werden, wieder in ihre natürliche Umgebung einzubinden, mit dem Ziel, sie später frei zu lassen.

Wer seinen Urlaub auf Phuket verbringt, kommt an einen Besuch seiner Hauptstadt Phuket City nicht vorbei. Hier pulsiert das Leben, tagsüber das geschäftige Treiben der Einheimischen und abends die Touristen, die sich in der Stadt amüsieren wollen. Phuket City bietet zahlreiche bunte Märkte, die vom frischen Obst und Gemüse über exotische Gewürze und Fisch auch Haushaltswaren und Kleidung feil bieten. In der Stadt gibt es diverse buddhistische Tempel zu besichtigen. Ein Drittel der 60.000 Einwohner zählenden Hauptstadt sind nämlich chinesischer Herkunft. Die Chinesen waren es auch, die im 19. Jahrhundert hier viele prachtvolle Villen im Kolonialstil errichten ließen. Ihren Reichtum, begründet auf den Kautschuk- und Zinnhandel, trugen sie zur Schau indem sie ihre Häuser ganz im so genannten sino-portugiesischen Stil bauen ließen, mit geschnitzten und bemalten Dachrändern und Giebeln, gesäumt von palmenbewachsenen, parkähnlichen Grünanlagen. Etwas außerhalb der Stadt gibt es noch als weitere Sehenswürdigkeit ein Aquarium. Hier kann man sich einen ungefähren Eindruck verschaffen, was es an Fischen und anderen Unterwassertieren in den einheimischen Gewässern gibt.

Ein ebenfalls beliebter Ausflugsort liegt im äußersten Süden der Insel, das Kap Promthep. Von hier aus hat man den schönsten Ausblick auf die gesamte Südküste und natürlich das Meer. Einen Leuchtturm mit einer Aussichtsplattform gibt es auch. Und wer Glück hat, kann am Abend einen einmalig schönen Sonnenuntergang erleben.

Es gibt wirklich zahlreiche Möglichkeiten, in Phuket einen schönen und erholsamen Urlaub zu verbringen. Die günstigste Reisezeit sind die Wintermonate, denn zwischen Mai und Oktober beherrscht hier der Regen das Klima.