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Ratchaburi

Ratchaburi, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, lockt Touristen mit Schwimmenden Märkten, buddhistischen Tempelanlegen und interessanten Museen, die einen Einblick in die kulturellen Schätze der Region gewähren. Zu den besonderen Attraktionen zählen faszinierende Höhlen und heiße Quellen.

Lage:

Die Provinz Ratchaburi befindet sich in Zentral-Thailand, rund 80 Kilometer im Westen von Bangkok. Ratchaburi, die rund 10.000 Jahre alte Stadt, befindet sich am Flussufer des Mae Klong.

Geografie:

Der Osten Ratchaburis wird von flachen Hügeln und dem Fluss Mae Klong dominiert. Im westlichen Teil der Provinz prägen hohe Berge und imposante Kalksteinfelsendie Landschaft. Die Ausläufer der Bergkette Tenasserim sind ein weit entfernter Ausläufer des Himalaya. Abenteurer können zahlreichen Tropfsteinhöhlen erkunden. Ratchaburi ist ein Paradies für Naturfreunde und Liebhaber von Kunsthandwerk.

Name:

Die Provinz erhielt ihren Namen in Anlehnung an die über 10.000 Jahre alte Königsstadt, in welcher wertvolle archäologische Objekte gefunden wurden.

Schwimmenden Märkte:

Die Provinz hat sich mit den Schwimmenden Märkten einen Namen gemacht. Der bekannteste Wassermarkt befindet sich im Bezirk Damnoen Saduak. Bangkok ist vom meist besuchten Floating Market des Landes rund 85 Kilometer entfernt. Einheimische Bauern bieten auf dem Wassermarkt exotische Früchte und verschiedenste Gemüsesorten aus eigenem Anbau an. Zu den Highlights zählt eine mehrstündige Bootstour zum Schwimmenden Markt. Die rasante Fahrt mit dem Longtail-Boot führt entlang der Pfahlhäuser der Einheimischen, die sich am Ufer angesiedelt haben. Touristen erhalten einen Einblick in das Alltagsleben, die Traditionen und das Handelswesen der Thais. Bei einem Ausflug lernen Besucher die enorme Bedeutung des Flusses für die lokale Bevölkerung kennen. Delikat duftende Speisen werden an Bord der kleinen Holzboote frisch zubereitet. Auch die Auswahl an traditionellen Souvenirs ist enorm. Touristen sollten sich schon früh morgens auf den Weg zum Schwimmenden Markt machen, um den Touristenscharen zu entkommen.

Floating Market in Ratchaburi

Floating Market in Ratchaburi ©TK

Stadtgeschichte:

Vor rund 10.000 Jahren wurde Ratchaburi an der Küste gegründet, jedoch verschon sich die Provinzhauptstadt rund 30 Kilometer in Richtung Süden. Die Stadt ist seit jeher ein bedeutender Handelsplatz.

Nationalmuseum Ratchaburi:

Das Nationalmuseum befindet sich im Herzen der Provinzhauptstadt. Zu den zentralen Themen des Museums zählen sowohl die Geschichte als auch die Archäologie der Provinz. Ebenso widmet sich das bedeutende Museum der Ethnologie und der Geologie der Region. Zu den Exponaten zählen wertvolle Fundstücke, die aus unterschiedlichen Epochen der Weltgeschichte stammen. Einen Blickfang stellen auch die Artefakte der Geschichte der Provinz dar. Besonderen Eindruck hinterlassen das renommierte Schwert Ratchasattra von Rama VI und mehrere bedeutende Buddha-Statuen. Das im Jahre 1988 errichtete Nationalmuseum Ratchaburi beherbergt auch eine breite Palette an Kunstgegenständen aus unterschiedlichen Perioden. Das Nationalmuseum kann von Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr besucht werden. Der Preis für ein Ticket beläuft sich auf 30 Baht.

Khao Wang:

Der prunkvolle Palast wurde im Westen Ratchaburis auf einem Hügel errichtet.

Wat Mahathat:

Der buddhistische Tempel wurde im 9. Jahrhundert zur Zeit der Lopburi gegründet und sorgt sowohl von innen als auch von außen für Begeisterung. Die detaillierten Stuckarbeiten, welche die Fassade schmücken sind mehrere hundert Jahre alt. Wat Mahatat ist die erste Tempelanlage der Provinz. Besonders sehenswert sind die historischen Buddha Bilder, welche rund um den Tempel die Blicke auf sich ziehen. Bei der lokalen Bevölkerung ist die Tempelanlage unter der Bezeichnung Wat Na Phra That bekannt. Als Vorlage für die gut erhaltenen Pagode diente ein Tempel aus Angkor Wat.

Tham Rusi Khao Ngu:

Die besuchenswerte Höhle liegt rund 8 Kilometer von der Provinzhauptstadt Ratchaburi entfernt. Am Highway 3078 gelegen, wartet das Innere der Höhle mit einem 2,5 Meter hohen Relief auf, welches Buddha beim Predigen darstellt.

Khao Bin Höhle:

Abenteurer können die schönste Höhle Ratchaburis im gleichnamigen Forest Park erkunden. Die Höhle liegt rund 20 Kilometer im Nordwesten der Provinzhauptstadt. Die Anreise erfolgt über die Nationalstraße 3087 in Richtung Amphoe Chom Bung. Diese Straße zweigt im Westen der Stadt von der Schnellstraße Phetkasem ab. Die Höhle erhielt ihren Namen von einer Felsformation, die eine Ähnlichkeit mit fliegenden Schwalben aufweist. Die Khao Bin Höhle erstreckt sich auf rund 8000 Quadratmeter und reicht etwa 300 Meter in den Berg. Im Zentrum der Höhle befindet sich ein heiliger Teich. Bei einem Rundgang durch die Höhle können sich Besucher über die erste Lichtanlage inmitten eines Berges freuen. Zu den Highlights zählen die funkelnden Stalaktiten und Stalagmiten, welche das Höhleninnere in acht Bereiche aufteilen.

Tham Chomphon:

In 30 Kilometer Entfernung von der Provinzhauptstadt lockt die Tropfsteinhöhle Tham Chomphon mit eindrucksvollen Stalaktiten. Zu den weiteren Attraktionen zählt eine Statue, die Buddha in liegender Pose darstellt.

Pong Yup:

Einen Besuch wert sind die imposanten Klippen und Säulen, welche ihre Form auf Grund der Erosion erhielten.

Heimatmuseum von Phawothai:

Die Entfernung von Suan Phung zum Heimatmuseum beträgt rund zwei Kilometer. Besucher finden in einer gut gepflegten Gartenlandschaft historische Artefakte der Region.

Wat Khongkharam:

Die Tempelanlage wurde von den Mon vor etwa zwei Jahrhunderten errichtet. Wat Khongkharam
liegt in Photharam, rund 22 Kilometer von der Provinzhauptstadt entfernt. Die gut erhaltenen Wandmalereien in der Haupthalle sind für ihre Detailgenauigkeit bekannt.

Heiße Quelle:

Bo Khlung, die heiße Quelle lädt Touristen zu einem wohltuenden Bad inmitten der malerischen Landschaft ein. Dem 50 bis 60 Grad warmen, mineralhaltigen Wasser wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Folgt man der Straße für weitere drei Kilometer so zweigt ein Weg zu einem wundervollen Wasserfall, der sich über neun Kaskaden ergießt, ab.

20 Millionen Fledermäuse:

Einen unvergesslichen Anblick bieten die rund 20 Millionen Fledermäuse, die in den Höhlen des Khao Chong Phra Hügels beheimatet sind. Tierliebhaber können einen Ausflug zum 17 Kilometer entfernten Hügel unternehmen und die beiden Höhlen erforschen. Die ideale Zeit für einen Besuch der Höhle ist kurz vor Sonnenuntergang, da etwa 20 Millionen Fledermäuse aus den Höhlen schwärmen um sich auf Nahrungssuche zu begeben. Kulturell wartet eine der beiden Höhlen mit mehr als 100 Buddhafiguren auf.

Wat Khanon:

Die Tempelanlage befindet sich rund 10 Kilometer von Photharam entfernt. Wat Khanon beherbergt vielfältige traditionelle Formen der Unterhaltung. Besonderen Eindruck hinterlassen die über 330 traditionelle Nang Yai Puppen, die einst in Schattenspielen zu bewundern waren. Besucher sollten sich die unterhaltsame Vorstellung nicht entgehen lassen. Die Vorführung beginnt samstags um 10 Uhr vormittags und dauert etwa eine Stunde. Zur umfangreichen Unterhaltungskollektion zählen auch Thai Designs ebenso wie Literatur und Musik des Landes.

Kunsthandwerk:

Die Provinz ist reich an Keramikmanufakturen. Touristen können die Thais dabei beobachten, wie sie geschickt und schnell wundervolle Keramikgegenstände herstellen. In den Manufakturen werden von Hand gefertigte Souvenirs preisgünstig angeboten. Die Region hat sich mit den Tonkrügen einen Namen gemacht. Ein lohnenswertes Ziel stellt das Wat Khai sai dar, das rund acht Kilometer von Ratchaburi entfernt liegt. Hier befindet sich das Zentrum der traditionellen Webereien der Tin Yok.