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Reiseversicherung

Auch für Reisen bietet der Versicherungsmarkt spezielle Produkte an: Verträge für Rechtsschutz, Krankenversicherung, Privathaftpflicht, Unfallversicherungen sowie für Rücktrittskosten-, Abbruch-, Umbuchungs- und Gepäckversicherungsverträge können für genau diesen Rahmen konkret vereinbart werden. Nicht nur Versicherungsfirmen selbst, sondern auch Verkehrsclubs oder Kreditkartenunternehmen sind hier für den Vertrieb zuständig. Im Folgenden nun werden einige dieser Produkte genauer erläutert.

Was ist eine Reiserücktrittskostenversicherung? Wird eine Reise oder ein Hotelaufenthalt von einem Verbraucher gebucht, stellt sich der Gastronom auf diesen besetzten Platz ein und kalkuliert kaufmännisch in diesem Sinne. Ein kurzfristiger Reiserücktritt entbindet den Verbraucher somit nicht von diesen Kosten, die ihm dann als Stornorechnung angelastet werden. Mit einem Versicherungsanbieter nun kann ein Versicherungsnehmer genau vereinbaren, unter welcher Bedingung der Ereignisfall des Rücktritts als Versicherungsleistung beglichen werden kann. Beispiele sind: Der Versicherungsnehmer sieht sich wegen einer plötzlich aufgetretenen Krankheit oder wegen eines familiären Zwischenfalls spontan dazu motiviert, seine Reisepläne nicht mehr zu verwirklichen und die Stornokosten werden vom Versicherer geleistet. Bei einer Reiseabbruchversicherung gilt dasselbe – hier jedoch dann, wenn der angezeigte Schadensfall erst nach Antritt einer Reise eintritt.

Im Zusammenhang mit jeder Reisebestätigung ist ein Gastronom gesetzlich verpflichtet, eine Reiserücktrittsversicherung zu erwähnen (gemäß § 6 Abs. 2 Nr. 9 BGB-InfoV); in manchen Fällen awird auch von dieser Seite ein Versicherungsvertrag angeboten (insbesondere bei Online-Reisebuchungen). Beiträge orientieren sich am Umfang der Rücktritts- bzw. Abbruchsgründe, an der Selbstkostenbeteiligung eines Versicherungsnehmers (25 Prozent ist üblich) sowie am Tarifkonzept des Versicherers. Gerade im letzteren Fall können bei denselben Leistungskonzepten bei verschiedenen Versicherern im Bundesgebiet erhebliche Preisunterschiede vorkommen.

Reiseversicherung

Reiseversicherung ©iStockphoto/etxekar

Reisekrankenversicherungen nun erstatten ärztliche Behandlungs- oder Medizinalkosten im Ausland in Leistung, die von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Ebenso wie Reiseunfallversicherungen (hier jedoch ist auch der Todesfall eingeschlossen) werden hier über die therapeutischen Leistungen hinaus noch Transportwege (zur Klinik, zum Wohnort) abgerechnet.

Auch kann man sich für die Zeitdauer einer Reise gegen Gepäckverlust versichern. Hier orientieren sich die Beiträge an der vereinbarten Höchsterstattungssumme, die jedoch nur dann ausgezahlt wird, wenn der Versicherungsnehmer (wie bei einer Hausratversicherung) nachweislich dafür Sorge trägt, dass der Schadensfall nicht eintritt. Anders gesagt: Auch bei einer abgeschlossenen Reisegepäckversicherung zahlt der Versicherer nicht, wenn Gepäck aus einem offenen Kabrio auf einem unbewachten Parkplatz abhanden kommt.

Drei weitere, bereits eingangs erwähnte Versicherungsprodukte sind hier ebenfalls geläufig. Nämlich die Reiseprivathaftpflichtversicherung deckt Schadensereignisse ab, die der Versicherungsnehmer im Ausland schuldhaft verursacht – die jedoch durch die übliche, im Bundesgebiet unbegrenzt gültige Privathaftpflichtversicherung nicht gedeckt werden. Ähnliches gilt für die Reiserechtsschutzversicherung, die über die Begrenzungen des üblichen Produkts hinausgehen: Eine im Bundesgebiet für den gewöhnlichen Alltag abgeschlossene Rechtsschutzversicherung gilt auch teilweise für das Ausland, jedoch nur für bestimmte Zeiträume, schließt möglicherweise bestimmte Länder aus und hat lediglich maximale Deckungssummen.

Des weiteren existiert die Reiseumbuchungsversicherung. Bei Verträgen dieser Art wird eine Schadensleistung in einer gewissen Höhe vereinbart, wenn der Versicherungsnehmer in die Lage kommt, aus festgelegten Gründen kurzfristig seine Reisebuchung verändern zu wollen. Es kann sich hier um ein so genanntes Umbuchungsstorno von bis zur Hälfte des ursprünglichen Gesamtreisepreises handeln – ein solcher Vertrag wird üblicherweise innerhalb von vierzehn Tagen nach Reisebuchung abgeschlossen.

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