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Sukhothai

Im Tal der Flüsse Maenam Nan und Maenam Yom, im Norden Thailands, liegt die Provinz Sukhothai, deren Name mit „ Morgendämmerung der Glückseligkeit“ übersetzt werden kann. Die gleichnamige Hauptstadt Sukhothai entstand aus einer alten Khmer- Siedlung und wurde im Jahre 1238 gegründet. Sukhothai wird als Wiege Thailands betrachtet.

Der alte Stadtkern Sukhothais wurde im Jahre 1968 von einem gewaltigen Großfeuer vollständig vernichtet und musste im Laufe der Jahre wieder aufgebaut werden. Daher sehen viele Bauten modern und neuzeitlich aus. Sukhothai wird in zwei Bezirke unterteilt, in die Alt- und in die Neustadt.

Die Altstadt besticht durch ihre uralten Bäume und die vielen erfrischenden, mit Lotosblumen bedeckten Teiche und Seen. In der Altstadt findet der Urlauber exquisite Gasthäuser vor, die jeden Gaumen verwöhnen können. Die Neustadt hält für Touristen Übernachtungsmöglichkeiten bereit und sorgt mit dem „Sukhothai Cultural Central“ und seinen Restaurants, Cafés, Hotels und den zahlreichen kunstgewerblichen Geschäften, für Abwechslung und Unterhaltung. Viele gastfreundliche Familien vermieten schlichte aber saubere Bungalows, in denen sich der Urlauber wohl fühlen kann.

Imbissstände bieten kleine Gerichte für die Mahlzeit „zwischendurch“ an. Dabei sind die Gerichte stets sehr schmackhaft zubereitet. Gewürzt wird viel mit Chili, Thailändischem Basilikum, Limettenblätter, Koriander und Ingwer. Als Beilage zu den Gerichten wird meist Reis oder auch besonderer Duftreis serviert. Gemüse, Sojasprossen, Meeresfrüchte, Fisch und Fleisch stehen ebenfalls auf dem Speiseplan. Kokosmilch, Wasser und kaltes Bier werden in Thailand ausgesprochen gern getrunken.

Sukhothai

Sukhothai ©TK

Das Einnehmen einer Mahlzeit ist ein Ausdruck der Geselligkeit. Ohne Hast, in aller Ruhe werden die exotischen, raffiniert zubereiteten Gerichte verzehrt. Als Tourist ist es sicher hilfreich, etwas über einige Gebräuche der einheimischen Bevölkerung zu kennen. So werden beim Betreten eines Privathauses und in allen religiösen Stätten, die Schuhe ausgezogen. Dieser Akt der Höflichkeit sollte von jedem Urlauber respektiert werden.

Sukhothai ist umgeben von flachen Ebenen und sanften Hügeln, die in eine abenteuerliche Gebirgslandschaft mit Bergen und dichtem Dschungel übergehen. Die Gegend wird landwirtschaftlich genutzt, um Reis und auch Tabak anzubauen. Aber auch Früchte und Gemüse gedeihen sehr gut.
Palmenhaine und Mangovenwälder säumen das Flussufer und die farbigen, auf Holzstelzen stehenden Holzhäuser der einheimischen Bevölkerung, fügen sich gefällig in die Umgebung ein.

Das heisse, tropische Klima steht unter dem Einfluss des Monsun. Von November bis zum April ist das Wetter kühl und trocken. Von März bis Mai wird es sehr heiss, und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Die Regenzeit liegt zwischen Juni und Oktober. Beim Planen des Urlaubs sollte man diese Wetterperioden berücksichtigen.

Um die Gegend von Sukhothai zu erkunden, können Fahrräder gemietet und ausgiebige Radtouren unternommen werden. Buss und Taxi steuern aber auch jedes gewünschte Ziel an. Abenteuerlich und sehr interessant ist eine Fahrt mit einer Motorradrischka. Das gebirgige Hinterland lädt zu ausgiebigem Wandern und einem Besuch alter Dörfer ein. Gut geführte und gepflegte Golfplätze lassen das Herz eines jeden Golfers höher schlagen. Doch auch Taucher kommen auf ihre Kosten. Durch das tropische Klima sind die Wassertemperaturen sehr angenehm. Eine fast unberührte Unterwasserwelt empfängt den Taucher oder Schnorchler. Bunte, schillernde Fische, bizarre Korallenbänke, geheimnisvolle Unterwasserhöhlen und Grotten, lassen den Tauchgang zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Kulturbegeisterten Urlaubern steht in Sukhothai eine Touristenattraktion zur Verfügung, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Es handelt sich um die Ruinenstadt Sukhothai Historical Park. Sie liegt ungefähr 12 Kilometer von der Stadt entfernt. Der riesige Park kann besser mit einem Fahrrad erkundet werden, da das Gelände sehr weitläufig ist und die Tempelanlagen recht weit auseinander liegen. Die gewaltigen und gigantischen Tempelruinen und die überragenden Statuen faszinieren jeden Besucher. Ganz besonders imposant ist die große Buddha- Statue in der Wat Si Chum- Anlage.

Das Ramkhamhaeng National Museum in Sukhothai beherbergt viele Skulpturen und Keramiken. Mittelpunkt ist der gewaltige, schreitende Buddha. Solch eine Tempelanlage wird als Ort der Ruhe und der Stille betrachtet, in dem man die Gedanken auf sich selbst und auf Buddha lenkt. Wer mag, kann Räucherstäbchen, zu Ehren Buddhas, entzünden.

Sehenswert für Kulturbegeisterte ist die Königsresidenz im Zentrum der Stadt. Sie ist umgeben von einem Wassergraben, hinter dem sich mehr oder wenig stark beschädigte Bauwerke befinde, die absolut sehenswert sind. Auch zu dem Nationalpark von Si Satchanalai am Yom sollte man einen Ausflug unternehmen. Hier findet man den Tempel Nat Chang Lom mit seinen 39 Gipselefanten. Der Elefant gilt in Asien übrigens als Glückssymbol. Weite Graslandschaften, Mischwald, sprudelnde Wasserfälle und geheimnisvolle Höhlen, sorgen für ein Abenteuer der besonderen Art.

Sehr interessant ist das Loi Krathong, ein Lichterfest, das jährlich im November, zu Ehren Buddhas, gefeiert wird. Mit diesem schönen und stimmungsvollen Lichterfest wird der Gottheit Dank gesagt für das Glück- und Leben spendende Jahr. Blätterschiffchen aus Palmen- und Bananenblätter werden mit Blumen verziert und mit brennenden Kerzen, Räucherstäbchen und persönlichen Gaben bestückt, ins Wasser gesetzt und auf die Reise geschickt. In der Dunkelheit der Nacht bietet sich den Zuschauern ein zauberhafter Anblick.