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Thailand – das Entdecken einer anderen Welt

Einen Thailand-Urlaub, den man auf eigene Faust unternimmt, ist vielleicht eines der größten Erlebnisse: eine andere Kultur, ein völlig anderes Leben mit täglichen Überraschungen. Man sollte seinen Urlaub in drei Teile gliedern: Bangkok, den Norden und den Süden des Landes.

Bangkok – Hauptstadt wie ein Ameisenhaufen
Auch wenn Thailands Hauptstadt auch als die Stadt der Düfte bezeichnet wird, ist schon der erste Atemzug auf dem Flughafen eine gewöhnungsbedürftige Angelegenheit, denn bereits hier kommt man erstmals mit dem berüchtigten Bangkok-Smog in Berührung. Doch es ist auch überraschend, wie schnell man sich daran gewöhnt. Allerdings kann der Smog so stark sein, dass man Probleme hat, mehr als hundert Meter zu sehen.

Wenn man diese erste Erfahrung hinter sich gebracht und sein Hotel gefunden hat, dann sollte man erst einmal ohne Programm durch die Stadt schlendern, um dieses Neue auf sich wirken zu lassen. Und dann riecht man sie doch, die unglaublich intensiven Düfte, die von den unzähligen Garküchen ausgehen und von Gewürzständen unterstützt werden. Fremd sind die Speisen, die nichts mit in Deutschland angebotenen zu tun haben. Auf eines sollte man jedoch achten: Immer zuerst fragen, welches Tier in dem jeweiligen Gericht verarbeitet wurde. Wenn der Koch einigermaßen Englisch versteht, dann empfiehlt sich Glasnudeln mit Stäbchen und dazu Stücke eines gezuckertes Schweins zu probieren. Und da die Thailänder ein immer lächelndes Volk sind, werden alle Fragen auf Englisch gerne beantwortet. Doch ein gewisses Restrisiko bleibt immer. In Bangkok kann man eigentlich alles essen, was sich irgendwie bewegt: unglaublich große Kakerlaken oder auch bis zu zehn Zentimeter große Heuschrecken.

Chinatown in Bangkok

Chinatown in Bangkok ©TK

Unverzichtbar ist der Besuch der Khao San Road. Hier steppt der thailändische Bär, hier ist alles auf den Tourismus ausgelegt – aber man bekommt alles, was man sich überhaupt vorstellen kann. Diese Einkaufsstraße ist geradezu ideal, um sich das Notwendige für seine Rundreise zu besorgen. Beeindruckend ist auch die Vielfalt gefälschter Markenprodukte, aber auch dubioser Ausweispapiere und Drogen und nicht ungefährlicher Sexangebote. Von allem sollte man die Finger lassen.

Jetzt steht aber ein weiteres Abenteuer bevor: mit einem Tuk-Tuk, den dreirädrigen Mopeds, zu einem der wichtigen buddhistische Tempel zu fahren. Meist sehen dies die Fahrer anders und versuchen unentwegt den Fahrgast zu einem anderen Markt oder Laden zu fahren. Man muss schon eine extreme Hartnäckigkeit an den Tag legen, um die Fahrer zu überzeugen, dass man keinen Schmuck erstehen will, sondern den ältesten und berühmtesten Tempel der Stadt, den Wat Pho besichtigen möchte.

Doch die Anstrengungen lohnen sich. Faszinierend steht der Besucher vor dem 46 Meter langen und 15 Meter hohen Reclining Buddha, die weltgrößte Statue eines liegenden Buddhas, der vollkommen mit Blattgold überzogen. Dann entdeckt man unzählige kleine Pagoden, die den Einheimischen als Grabstätten dienen. Aber eines beeindruckt den Besucher von Anfang an: die farbenfrohen Anlagen, die den Buddhismus als fröhliche Religion darstellen. Man kann sich kaum vorstellen, dass irgendein anderes Bauwerk auf dieser Erde einen größeren Eindruck hinterlassen kann. Und dem ganzen wird durch den Wat Arun, ein pagodenähnlicher etwa 80 Meter hohen Turm am Chao Phraya River noch die Krone aufgesetzt.

Eine interessante Abendunterhaltung muss nicht in einem dubiosen Nachtclub enden. Man kann auch authentischere Thailand auf eine ganz neue Art erleben: eine Veranstaltung mit dem Nationalsport Muay Thai, dem Thai-Boxing. Doch für schwache Nerven ist das nichts, denn es gibt kaum Regeln. Doch Hände weg von angebotenen Wetten, der Tourist hat keine Chance.

Patpong, das schmuddelige Ziel aller Sex-Touristen soll nur erwähnt werden, aber darauf zu verzichten ist nicht schwer.

Das Entdecken einer unglaublichen Natur: der Norden Thailands
Um das ursprüngliche Thailand zu erkunden kann man von von Bangkok aus mit der Eisenbahn rund 700 Kilometer Richtung Norden, nach Chiang Mai fahren. Muss man in Ayutthaya umsteigen, dann sollte man sich einen Kurzbesuch der Hauptstadt des alten Siam nicht entgehen lassen. Es muss aber nicht unbedingt sein, denn Chiang Mai stellt alles in den Schatten.

Bei einem Aufenthalt im weiter nördlichen Lopburi sollte man besondere Vorsicht walten lassen, denn die ganze Stadt ist von Affen besetzt. Man sieht sie überall, mit zum Teil angst machendem Gekreische. Gerne springen sie auf die Schultern oder den Kopf, und es ist gar nicht so einfach, sie wieder zu vertreiben. Eine anschließende Körperreinigung ist dringend empfohlen.

Chiang Mai ist mit über 160.000 Einwohnern die zweitgrößten Stadt Thailands. Hier befindet sich einer der schönsten Märkte Thailands, der Night Market. Hier kann man natürlich auch alles kaufen, aber es ist sehr interessant, die gestrandeten Ausländer und oft zwielichtigen Einheimischen zuzuschauen. Es ist in Chiang Mai eher die Regel als die Ausnahme, dass die schönsten Frauen Männer sind, denn die Stadt ist so etwas wie das Mekka der Transvestiten.

Um sich vom hektischen Stadtleben etwas zu erholen, empfiehlt sich eine Wanderung – aber nur mit Führer – durch den thailändischen Dschungel, am besten an den Fuß des Doi Inthanon, dem höchsten Berg Thailands. Nach etwa drei Stunden erreicht man mit dem Auto oder Truck einen wunderschönen Wasserfall am Doi Inthanon, der sofort zum Baden einlädt. Nach dem Baden beginnt dann die eigentliche Wanderung. Es ist absolut faszinierend durch einen Dschungel zu wandern, in man um die 400 Vogelarten vermutet. Übernachtungen werden in kleinen einfachen Bambushütten angeboten.

Zu einem Dschungel-Ausflug gehört jedoch auch das Elefantenreiten. Einen solchen Ausritt darf man sich nicht entgehen lassen, denn man erlebt den Dschungel aus einer völlig anderen Perspektive.

Zurück in Chiang Mai steht einem aber noch ein absoluter Höhepunkt dieser Reise ins Haus: der Wat Phra That Doi Suthep, den man nur über eine Drachen-Treppe mit 300 Stufen erreichen kann. Wer die Zeit hat, sollte unbedingt an einer Führung teilnehmen.

Badevergnügen pur: der Süden Thailands
Mit am Schönsten ist es an der Westküste Thailands, in Ao Nang, nördlich von Krabi. Ao Nang ist ein typischer Retorten-Urlaubsort. Wer dies nicht möchte, kann nach Kho Lanta weiterreisen, mit einem Traumstrand wie auf Postkarten. Hier kann man eine kleine Hütte mieten, die recht einfach ausgestattet sind. Es gibt aber auch sehr gute Hotels. Doch irgendwie ähneln sich die Badeorte, aber nach der oft anstrengenden Reise, kann man sich wunderbar erholen.

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