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Thailand – Reisen im Land der Thai-Massage

Ankunft in Bangkok/Thailand – die Hitze und der Lärm übermannen mich nach einem mehr als 12-stündigen Flug. Ich suche den Bus, der mich zu meiner Unterkunft bringen soll, aber es geht ziemlich hektisch zu und her am Flughafen der Millionenstadt. Schon spricht mich eine Engländerin an, die offensichtlich auch alleine reist und vor dem gleichen Problem steht wie ich: die richtige Buslinie in den Stadtteil Banglamphu zu finden.

Wir freunden uns in Sekundenschnelle an und zufälligerweise liegt ihre Unterkunft nicht weit von meiner. Wir verabreden uns noch während der Busfahrt in die Stadt zu einer ersten kleinen Erkundungstour für den bereits angebrochenen Abend. Dank meinem „Bangkok Condensed“ von Lonely Planet speisen wir im Restaurant „Hemlock“ und wir schweben im siebten Himmel – wir können kaum glauben, dass wir bereits am ersten Abend so ein tolles Essen genießen würden. Gleich um die Ecke lockt schon der erste Thai-Massage Salon und nach dieser ersten Massage sind wir süchtig nach thailändischer Massage und Essen!!! Selig fällt jede von uns in den Schlaf und wir können diesen tollen Urlaubsauftakt kaum fassen.

Am nächsten Tag treffen wir uns wieder um den Grand Palace zu besuchen. Wir lernen schon sehr bald, dass man auf Fragen wie „Where are you going Madam?“ am besten nur mit „This way“ antwortet. Wer sich auf ein Gespräch einlässt wird den neu gewonnenen „Freund“ beziehungsweise selbsternannten Reiseleiter so schnell nicht mehr los. Freundlich aber bestimmt abwimmeln, damit wir als Fremder und er als Einheimischer unser Gesicht wahren, ein Grundsatz, den man sich bei Asienreisen immer zu Herzen nehmen sollte. Im Verlauf der Reise wird mir aber das eine oder andere Mal doch der Geduldsfaden reißen und einer der übereifrigen Verkaufstalente wird meinen angestauten Frust über sich ergehen lassen müssen. Man kann nun mal keine 3 Wochen ständiges Abwimmeln mit Höflichkeit und Freundlichkeit über sich ergehen lassen, denn an Hartnäckigkeit fehlt es ihnen nicht – das ist nun mal der Preis einer Thailandreise.

Thai Massage in Bangkok

Thai Massage in Bangkok ©TK

Beim Besuch des Grand Palace erleben wir erstmals die erbarmungslose Schwüle Bangkoks, während wir die wunderbare Architektur bestaunen. Irgendwann, im Schatten einer der Pagoden, äußern wir nur noch den Wunsch nach einem Strand und beschließen, die kommenden 2 Wochen gemeinsam weiterzureisen. Wir einigen uns auf den Süden Thailands. Zwei Tage in Bangkok genügen für den Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und um ein schönes Abendkleid aus thailändischer Seide schneidern zu lassen.

Thailand ist riesig und über Land legt man viele Stunden und Kilometer zurück, wenn man jeweils nördlich oder südlich von Bangkok reist. Wir wählen als Fortbewegungsmittel den Zug nach Surat Thani, von wo uns noch einige Stunden Überfahrt mit der Fähre nach Koh Samui erwarten.

Müde und hungrig kommen wir in Cleopatra’s Palace an, einem familiär geführten Hotel im Norden der Insel fernab vom Massentourismus. Unser kleines Hotel hat seine eigene Strandbar am kleinen, aber feinen Strand des Hotels, und wir verbringen dort so manch tiefsinniges Gespräch mit den anderen Hotelgästen bei einem oder mehreren Drinks. Wir entdecken unsere Leidenschaft für das Getränk namens Zombie und schweben bei der Musik von Coldplay im absoluten Urlaubsfeeling. Sha, die Hotelbesitzerin, verwöhnt uns von früh bis spät mit ihren Kochkünsten.

Die nette Atmosphäre im Hotel führt die Gäste zusammen. Plötzlich sind wir eine gemischte Gruppe verschiedenster Nationen, die als nächste Destination Koh Phangan anvisiert. Der Geheimtipp kommt von Dennis, dem weitgereisten Australier. Wir setzen alle gemeinsam mit der Fähre über und nehmen dann in Had Rin eines der kleinen Taxi-Boote nach Had Yuan. Hier erwartet uns tatsächlich das Paradies, das Meer ist grüner als grün, man sieht nur Palmen, Strand und die kleinen Hütten. Wir gewöhnen uns langsam an den Insel-Rhythmus bei dem der Tagesablauf nur von Essen, Sonnenliegen und Gesprächen mit anderen Urlaubern bestimmt ist.

Meine englische Reisegefährtin verabschiedet sich und tritt ihre Weiterreise nach Australien an. Meine Route führt mich nach Phuket und zwei Wochen süßes Nichtstun haben schon ihre Wirkung hinterlassen: ich habe mich im Datum geirrt und komme einen Tag zu spät zu meiner Abreise, die mit Fähre und Bus geplant ist. Ich kann es kaum glauben, dass ich jegliches Gefühl für die Zeit verloren habe!

Alles halb so schlimm, der Besitzer des Reisebüros ist flexibel genug, meine Reise ohne zusätzliche Kosten noch am selben Tag zu arrangieren, und das um 6 Uhr morgens! So kann ich noch eine Woche lang Strände in Phuket, Ko Phi Phi und die Phan Nga Bucht erkunden, bevor ich mit vielen schönen Erinnerungen ins nächste Land weiterreise.

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