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Wat Phra Kaew und Grand Palace

Wat Phra Kaew, der “Temple of the Emerald Buddha” ist auf Deutsch unter dem Namen Wat Phra Kaeo, der Tempel des Smaragd-Buddhas bekannt. Im alten Königspalast, dem Grand Palace von Bangkok befindet sich der Tempel des Königs. Der offizielle Name lautet: Wat Phra Sri Rattana Satsadaram.

Auf dem Gelände stehen mehrere Gebäude. Die Hauptattraktion befindet sich im größten Gebäude, es ist die Kapelle des Samaragd-Buddhas. König Phra Phuttayodfa Chulalok, besser bekannt unter dem Namen Rama I. ließ einen vergoldeten Thron anfertigen. Auf diesem Thron sitzt der Smaragd-Buddha. Um den Sitz der Statue zu erhöhen, ließ Rama III., König Phra Nang Klao eine weitere Basis unter dem Thron anfertigen. Seitdem sitzt der Smaragd-Buddha in einer Höhe von elf Metern.

Umgeben ist der Smaragd Buddha von zehn “Gekrönten Buddha-Statuen”, die die Handhaltung “den Ozean aufhaltend” haben. Gewidmet wurden diese Buddha-Statuen den Mitgliedern der Chakri-Dynastie, und zwar von der ersten bis zur dritten Regierungszeit. Seit 1782 regiert die Chakri-Dynastie in Thailand. Bis 1932 in einer absoluten Monarchie, die 1932 in eine konstitutionelle Monarchie umgewandelt wurde. Eine weitere Buddha-Statue befindet sich vor dem Smaragd-Buddha. König Mongkut, Rama IV. ließ diese Buddha-Statue, Phra Samputtha Panni in einem ungewöhnlichen Stil erschaffen. Zu beiden Seiten des Throns steht jeweils eine Buddha-Statue, die etwa drei Meter hoch sind. Anfertigen ließ Rama III., König Phra Nang Klao diese Statuen, die er den ersten beiden Königen der Dynastie widmete. Auch diese beiden Buddha-Statuen haben die Handhaltung Ham Samut, “den Ozean aufhaltend”. Sie sind vergoldet und wurden mit Edelsteinen verziert. Die nördlich vom Smaragd-Buddha stehende Figur erhielt den Namen Phra Puttha Yodfa Chulalok, die südliche wird Phra Puttha Loedla Napalai genannt. Zudem änderte Rama III. die offiziellen Namen der beiden Könige Rama I. sowie Rama II. in die Namen der beiden Buddha-Statuen.

Grand Palace

Grand Palace ©TK

Von der Decke bis zum Boden sind die Wände mit Wandgemälden bedeckt. Die Bilder zeigen Szenen aus dem Leben Buddhas. An der Ostwand ist beispielsweise die “Versuchung von Buddha” dargestellt, außerdem wird gezeigt wie die Erdgöttin Mae Thoranee ihm hilft, die Dämonen in magischen Fluten zu ertränken. An der Westseite wird die buddhistische Weltsicht gezeigt, und zwar die Traiphum, die “Drei Welten”, deren Mittelpunkt der Berg Meru ist. Verschlossen wird der Raum durch hohe Türen, die über wertvolle Perlmutteinlagen verfügen. Diese Türen wurden in der Regierungszeit von Rama I. angefertigt. Sie entsprechen dem üblichen Stil der alten Hauptstadt Ayutthaya. Bewacht werden die sechs Eingänge jeweils von zwei Bronze-Löwen, die im “Khmer-Bayon-Stil” angefertigt wurden. Auf Wunsch von Rama I. wurde ein Paar dieser Löwen aus Angkor, Kambodscha nach Bangkok gebracht. Die weiteren fünf Paare wurden nach der Vorlage kopiert.

Umgeben ist das Gebäude Phra Ubosot, die Kapelle des Smaragd-Buddhas von einer niedrigen Juwelenmauer, der Kampheng Kaeo. Kleine Türmchen wurden für die acht Grenzsteine, Bai Sema integriert. Außerhalb der Mauer wurden in regelmäßigen Abständen zwölf offene Pavillons, Sala Rai errichtet. Gedacht sind die luftigen Pavillons zum Ausruhen, gebaut wurden sie bereits während der Amtszeit des Königs Rama I. An der südlichen Querseite steht ein Glockenturm, ein Hor Rakhang. Das Gebäude steht südlich der “Oberen Terrasse” auf dem Tempelgelände des Königspalastes Grand Palace.

Grand Palace

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war der Grand Palace oder “Große Palast” die offizielle Residenz der Könige von Siam. Der Name des Landes wurde im Juni 1939 in Thailand geändert. Im Grand Palace residierten die Könige seit 1782. König Bhumibol Adulyadej, Rama IX., entschloss sich im Jahr 1946 nach dem Tod des Königs Ananda Mahidol, Rama VIII. die Residenz in den Palast Chitralada zu verlegen.

Nachdem die Birmanen die alte Hauptstadt Ayutthaya zerstört hatten, wollte fünfzehn Jahre später der neu gekrönte König Phra Phuttayodfa Chulalok, Rama I. das ruhmreiche siamesische Reich wieder auferstehen lassen. Deshalb beschloss er einen neuen Palast am Ostufer des Flusses Chao Phraya zu bauen. Dort lagen bereits die beiden Tempelbezirke Wat Potharam sowie Wat Mahatlat. Das Gebiet dazwischen war sehr sumpfig und musste erst entwässert werden. Die Bewohner, chinesische Kaufleute wurden in ein unbesiedeltes Gebiet umgesiedelt. Am 6. Mai 1782 legte König Phuttayodfa Chulalok den Grundstein für den neuen Palast. Bereits am 10. Juni 1782 bezog der König mit einer großen Zeremonie den neuen Palast. Umgeben wurde der Palast von einer hohen Backsteinmauer, die erforderlichen Steine wurden vom zerstörten Palast aus Ayutthaya mit dem Schiff geholt. Offiziell eingeweiht wurde der Palast im Jahr 1785, nachdem der erste Bauabschnitt fertiggestellt war.

Der Königspalast ähnelt in der gesamten Anlage dem zerstörten Palast des Königreiches Ayutthaya. Das ganze Gelände ist 2,6 Quadratkilometer groß und liegt am Ostufer des Chao Phraya. Das wichtigste Gebäude ist der Wat Phra Kaeo, der Tempel des Smaragd-Buddhas. Die heutigen Bauwerke, die sich auf dem Gelände befinden, sind das Resultat einer regen Bautätigkeit seit 1782. Viele Bauten wurden errichtet, abgerissen, umgebaut oder erweitert. Das letzte Gebäude, die Borommaratchasathit Maholan Thronhalle wurde im Jahr 2006 eingeweiht. Das ganze Areal besteht aus vier Teilen, und zwar dem “Äußeren Hof”, dem “Inneren Hof”, dem “Zentralen Hof” sowie dem Wat Phra Kaeo. Im “Inneren Hof” wurden nur Frauen zugelassen, umgeben ist er von einer hohen Mauer. Weibliche Wachen standen an den Zugängen Wache. Im “Äußeren Hof” waren die Ministerien angesiedelt, die dem König unterstanden. Hier befanden sich das Schatzamt sowie die königlichen Wachen. Beeindruckend ist der “Zentrale Hof”, der aus vier Komplexen besteht. Dazu gehören die “Erste Gebäudegruppe” sowie die Gruppen Chakri Maha Prasat, Dusit-Palast und die Borom Phiman-Halle.